Der Abbinder in Pressemitteilung, E-Mail und Werbung: So wichtig ist er noch in 2024

Aktualisiert am 01.03.2024
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Ein Abbinder gehört für viele fest in die Unternehmenskommunikation. Doch ist er überhaupt noch zeitgemäß? Wir sagen dir, was dafür oder dagegen spricht und wie genau ein Abbinder aussehen sollte.

Daraus besteht der klassische Abbinder

Der Abbinder unter einer Pressemitteilung hat die Aufgabe, Journalisten alle Informationen mitzuliefern, die sie benötigen, um eine Meldung aufzugreifen. Die Informationen im Abbinder helfen ihnen bei der Einordnung der Meldung.

Der Abbinder von Huawei ist ein recht klassisches Beispiel für einen Abbinder:

Screenshot: Huawei.

Es ist nicht strikt festgelegt, welche Daten enthalten sein müssen.

Mögliche Daten sind:

  • Name des Unternehmens/Personen/Interessensgemeinschaften
  • Rechtsform
  • Unternehmenssitz und Standorte
  • Alter oder Gründungsdatum
  • Mitarbeiteranzahl
  • Branchen und Tätigkeitsgebiete
  • Unique Selling Points
  • Geschäftskennzahlen wie Umsatz und Gewinn
  • Auszeichnungen, Kundenreferenzen
  • Patente und Marken
  • Bekannte/innovative Produkte
  • Purpose/Slogan/Motto
  • Vision und Mission
  • Erfahrungen und bekannte Projekte

Darüber hinaus ist es auch möglich, Abbinder über einzelne Personen, Studien, Veranstaltungen oder Produkte zu schreiben. Während du bei Personen ähnliche Informationen wie bei einem Unternehmen nutzen würdest, geht es bei den anderen Themen verstärkt um eine Einordnung.

Screenshot: Studie.

Dieses Beispiel zeigt: Das auftraggebende Unternehmen bleibt im Hintergrund, stattdessen werden die Methoden der Studie und verantwortliche Personen vorgestellt.

Screenshot: Veranstaltung.

Dieser Abbinder bietet eine Einordnung in die Veranstaltungsreihe und gibt Hintergründe für den Anlass.

Wichtig ist, dass du dir überlegst, welche Fakten notwendig sind, damit jemand anderes deine Pressemitteilung verstehen und einordnen kann. Du solltest also die Hintergrundinformationen mitliefern, die dieses Verständnis erleichtern.

Bei einer Veranstaltung können dies beispielsweise Informationen über Speaker oder Künstler sein oder über die Reihe, in der die Veranstaltung stattfindet.

Ist der Abbinder noch zeitgemäß?

Informationen sind heutzutage dank des Internets deutlich einfacher zu erhalten. Menschen, die deine Pressemitteilung lesen, können sich die fehlenden Fakten also einfach ergoogeln.

Allerdings: Damit hast du nicht mehr in der Hand, welche Quelle sie benutzen, ob sie zuverlässige Informationen erhalten und ob sie nicht zufällig auf Informationen stoßen, die du lieber zurückhältst. Wie ein Konkurrenzunternehmen die Situation sieht und welche Angebote es machen kann, beispielsweise.

Es kann sehr hilfreich sein, wenn Journalisten von dir auch die ein oder andere Marketing-Botschaft erhalten. Im Abbinder ist dafür grundsätzlich eher der Platz als in der Pressemitteilung.

Die perfekte Pressemitteilung zum perfekten Zeitpunkt

Je unbekannter dein Unternehmen, desto wichtiger ist ein aussagekräftiger Abbinder. Denn selbst dann, wenn deine Kennzahlen, dein Alter oder die Größe deines Unternehmens (noch) nicht für sich selbst sprechen, benötigen Menschen die Einordnung durch dich umso dringender.

Deswegen ist es heute immer noch sinnvoll, mit Abbindern zu arbeiten. Unter die Pressemitteilung gehört ein Abbinder in jedem Fall, wenn du seriös wirken möchtest. Hier gilt, dass Abbinder auch heute noch erwartet werden und du ihn deswegen immer mitliefern solltest.

Im Internet hast du allerdings auch Möglichkeiten, den Abbinder etwas abzuwandeln. Ein Beispiel hierfür wäre die Autorenbox am Ende des Textes, die den Abbinder ersetzen kann.

Und auch bei E-Mails darfst du auf einen ordentlichen Abbinder nicht verzichten, er heißt dann allerdings E-Mail-Signatur. Rechtlich ist festgelegt, dass du in jedem Fall persönliche Informationen des Absenders und Informationen über das Unternehmen mitsenden musst. Viele Unternehmen ergänzen ihn außerdem je nach Anlass um einen Haftungsausschluss oder Marketing-Informationen.

Fazit: Abbinder auch 2023 relevant

Auf einen Abbinder solltest du nicht verzichten, zumal er auch heute noch von Journalisten erwartet wird. Es gibt keinen Grund, deine Leser nicht mit diesen zusätzlichen Informationen zu versorgen. Ein Abbinder ist schnell erstellt und kann dann vielfach wiederverwendet werden. Der Aufwand ist also sehr begrenzt.

Negativ fällt der Abbinder in den seltensten Fällen auf. Es kann jedoch sinnvoll sein, je nach Ort und Art der Veröffentlichungen Anpassungen vorzunehmen und ihn beispielsweise in Wissensboxen oder Autorenprofile abzuwandeln.

FAQ

An dieser Stelle beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Abbinder.

Quellen:

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