Kostenlos den eigenen Online-Shop aufbauen: Mit diesen 7 Anbietern klappt's

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Einen Shop erstellen zu lassen, das kostet schnell Tausende Euro. Nicht selten sind ein fünfstelliges Budget und einige Monate Entwicklungszeit Voraussetzung für einen professionellen Shop. Doch viele, die mit ihrem eigenen Shop durchstarten möchten, haben weder Zeit noch Budget und wollen möglichst schnell und günstig Produkte anbieten. acquisa stellt dir kostenfreie Shopsysteme vor, mit denen du teilweise sogar innerhalb von Minuten einen eigenen Shop realisierst.

Kostenloser Online-Shop: Mit diesen Einschränkungen musst du rechnen

Wenn du ein kostenfreies Shopsystem suchst, musst du dir darüber im Klaren sein, dass dieses System nicht leisten kann, was du von einer kostenpflichtigen Software erwarten darfst. Die meisten kostenlosen Lösungen sind deswegen nur in einer sehr rudimentären Ausstattung kostenfrei.

Ärgerlich: Bei kostenlosen Angeboten ist deine Produktanzahl oft stark begrenzt. Mit fünf, zehn oder fünfzehn Produkte kommen die meisten Shops lange nicht aus. Deswegen buchen viele Nutzer früher oder später doch die kostenpflichtige Version. Wenn du mit mehr Produkten planst, solltest du entweder direkt teurere Shopsysteme in deine Überlegungen einbeziehen oder dich auf die wenigen Angebote konzentrieren, die die Produktanzahl nicht begrenzen.

Darüber hinaus sind die meisten kostenfreien Varianten so angelegt, dass du wichtige Features nicht nutzen kannst. Welche Funktionen das genau sind, hängt von den Shopsystemen ab. Üblich ist,

  • dass du keine eigene Domain nutzen kannst,
  • dass du Einschränkungen bei der Suchmaschinenoptimierung hinnehmen musst,
  • dass keine Anbindung an Marktplätze besteht und 
  • dass du Schnittstellen zu Verwaltungssoftware nicht nutzen kannst.

Auf diese Weise bist du im Vergleich zu den kostenpflichtigen und hochwertigen Varianten ziemlich eingeschränkt.

Wenn du den Erfolg deines kostenlosen Online-Shop analysierst, solltest du deswegen beachten, dass du mit einer kostenpflichtigen Version viele Möglichkeiten hast, die sich unmittelbar auf deinen Gewinn auswirken können:

  • besseres SEO und andere Marketing-Optionen können deine Umsätze deutlich erhöhen
  • eine individuelle Gestaltung sorgt für einen besseren Wiedererkennungswert 
  • einige Features führen gezielt zur Steigerung der Conversion Rate

Dementsprechend wird ein völlig kostenfreier Shop nicht die gleiche Schlagkraft entwickeln – es sei denn, du hast ein fähiges Team von Entwicklern, das die Nachteile ausgleichen kann.

Lohnt es sich, mit einem kostenlosen Shop zu beginnen?

Auf jeden Fall. Wenn dir das Budget für eine professionelle Lösung durch eine Agentur fehlt oder du erst testen möchtest, wie erfolgreich dein Online-Shop sein kann, solltest du mit einer kostenfreien Lösung starten. Vermutlich wird dich diese Entscheidung früher oder später ein wenig ärgern, denn die kostenlosen Shopsysteme sind in der Regel eher auf Einsteiger ausgelegt und nicht für größere Shops geeignet. Die mangelnde Skalierbarkeit vieler kostenfreien Online-Shop-Systeme fällt erfolgreichen Shops oft früher oder später auf die Füße und sie wechseln das System.

Wenn du also das Budget dafür hast, solltest du dir kostenpflichtigen Lösungen genauer ansehen. Wenn du nicht nur ein Sparfuchs bist, sondern aus anderen Gründen nach kostenfreien Varianten suchst, ist ein kostenloses Shopsystem hingegen gut geeignet, um den möglichen Erfolg anzutesten und vielleicht sogar das Budget für den späteren Shop zu generieren. Letztlich ist es ein Luxusproblem, das Shopsystem wegen zu großem Erfolg wieder wechseln zu müssen.

Welche Kostenfallen musst du beachten?

Die kostenfreien Shopsysteme sind allesamt nicht ohne Einschränkungen kostenfrei. Entweder es handelt sich um ein Freemium-Modell, in dem nur der Grundfunktionsumfang kostenfrei ist oder du nur wenige Produkte ohne Gebühren anbieten kannst. Dann sind zusätzliche Features gegen monatliche Gebühr erhältlich. Oder es handelt sich um grundsätzlich kostenfreie Shopsysteme, bei denen du Module oder Add-Ons hinzukaufen wirst, um mehr Funktionen nutzen zu können.

Du solltest bei der Preisgestaltung auf Verkaufsbeteiligungen achten. „Kostenfreie“ Shops ohne Monatsgebühr oder Einrichtungskosten werden dadurch schnell teuer. Auch wenn das finanzielle Risiko gering bleibt, übersteigen die Kosten oft schon bei vierstelligen Umsätzen die Gebühren, die du für einen hochwertigen, professionellen Shop mit Monatsgebühr bezahlen müsstest. Dieses Modell lohnt sich oft nicht und kommt vor allem in Frage, wenn du kein finanzielles Risiko tragen willst.

Grundsätzlich solltest du davon ausgehen, dass du deinen Shop nicht völlig kostenfrei betreiben kannst. Schließlich verursacht ein Shop Traffic und benötigt Speicherplatz, den selbst der großzügigste Shop-Entwickler ungern für dich übernimmt. Wenn du ein Shopsystem kostenfrei mit wenigen Einschränkungen nutzen kannst, bedeutet dies in der Regel, dass du es auf deinem eigenen Server laufen lassen musst. Dafür reichen einige Euro im Monat meist aus, die Kosten sind also überschauba

Rechtssicherheit ist ein wichtiger Faktor

Wenn du online als Unternehmen tätig wirst, musst auf die gesetzlichen Grundlagen achten. Völlige Rechtssicherheit hast du nur dann, wenn du deinen eigenen Anwalt oder deine Rechtsabteilung um Hilfe bittest.

Es gibt einige Shops, bei denen der Fokus auf deutschen Anwendern liegt. Sie können teilweise von Haus aus ausreichend Rechtssicherheit bieten oder haben kostengünstige Vorlagen im Angebot, mit denen du deinen Shop rechtlich günstig auf sichere Beine stellen kannst. Bei anderen musst du die Templates entsprechend anpassen, um keinen Rechtsbruch zu begehen.

Auf keinen Fall solltest du dieses Thema vernachlässigen, auch wenn eine Beratung natürlich Mehrkosten verursacht. Du sparst sonst an der falschen Stelle.

1) WooCommerce: Der Allrounder

WooCommerce ist wohl der bekannteste kostenlose Shop-Anbieter auf dem Markt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Shopsystem auf dem ebenfalls kostenfreien CMS Wordpress basiert. Du kannst es unkompliziert als Plugin für deine Wordpress-Website herunterladen und dann den Shop einfach neben deiner Seite betreiben. Die Einrichtung könnte kaum leichter sein und gelingt dir auch ohne Programmierkenntnisse.

Weil Wordpress kostenfrei ist, ist WooCommerce – zumindest in der Grundausstattung – eine der günstigsten Lösungen überhaupt. Das kostenlose Shopsystem hat einen weiteren entscheidenden Vorteil: Zahlreiche Plugins ermöglichen es dir wie bei Wordpress, den Funktionsumfang erheblich zu erweitern. Du kannst deinen Shop so ohne Probleme an deine Vorstellungen anpassen. Wie ein mit WooCommerce ersteller Shop aussehen kann, siehst du hier.

Allerdings kannst du nicht alle Add-Ons kostenfrei nutzen und die Qualität der einzelnen Plugins kann durchaus schwanken. Gerade bei Updates kommt es deswegen häufiger zu Bugs und kleineren Fehlern.

Weil WooCommerce so weit verbreitet ist und weltweit millionenfach genutzt wird, ist die Integration in viele bekannte Buchhaltungs- und Lagerverwaltungsprogramme unkompliziert.

WooCommerce gilt vor allem für kleinere Shops als sehr gut geeignet. Die Bedienoberfläche ist überschaubar und leicht verständlich und ermöglicht Einsteigern unkompliziertes Arbeiten. Wenn du einen sehr großen Shop mit Hunderten oder Tausenden Produkten planst, kehren sich die Vorteile bei der Bedienoberfläche wieder um. Du kannst dann über Plugins Funktionen integrieren, die dir das Pflegen des Produktkatalogs wieder erleichtern – die entsprechenden Plugins sind jedoch meist kostenpflichtig.

Wenn du keine Wordpress-Seite betreibst oder benötigst, kannst du WooCommerce dennoch nutzen, allerdings ist das Shopsystem dann etwas aufwändiger. Das gilt auch dann, wenn du eine neue Seite erstellst und keinen Blog betreiben möchtest.

Vorteile
Viele Plugins und andere Erweiterungen Suchmaschinenoptimierung gut möglich Einfach zu installieren Hohe Benutzerfreundlichkeit für kleinere Shops Keine Beschränkung der Produktanzahl
Nachteile
Hohe Systemanforderungen Nicht von Haus aus rechtssicher in Deutschland Verwaltung vieler Artikel ist kompliziert Durch Plugins entstehen Kosten Durch unterschiedliche Entwickler von Plugins und Shopsystem erhöht sich die Fehleranfälligkeit

2) PrestaShop: Kann mitwachsen

PrestaShop ist in der Grundversion kostenfrei und wird auch als Cloud-Lösung angeboten. Weil das Shopsystem in Frankreich entwickelt wurde, lässt es sich leichter rechtssicher in Deutschland einsetzen, als dies beispielsweise bei WooCommerce der Fall ist. PrestaShop ist Open Source und basiert auf dem Framework Symfony. Wie ein mit PrestaShop realisierter Shop aussehen kann, siehst du hier.

Die einfache Installation zählt zu den Pluspunkten des Shopsystems. Allerdings helfen dir Grundkenntnisse in HTML und CSS bei der Einrichtung in jedem Fall weiter. Wenn du diese Fähigkeiten nicht (in deinem Team) hast, kannst du dich an eine der zahlreichen Agenturen wenden, die die Entwicklung und Einrichtung für dich übernehmen. Dadurch entstehen erhebliche Mehrkosten – ein kostenloses Shopsystem ist PrestaShop dann nicht mehr.

PrestaShop ist für mittlere und große Online-Shops gut geeignet. Wenn du also einen Anbieter suchst, bei dem du kostenfrei beginnen kannst, um dann deinen Shop weiter auszubauen, könnte PrestaShop für dich das geeignete System sein. Du solltest einkalkulieren, dass dein Shop nicht lange kostenfrei bleiben wird: Module, höhere Pakete und weitere Leistungen erzeugen Zusatzkosten. Allerdings ist das Shopsystem auch dann noch günstiger als Magento und Co.

Für Einsteiger ist es schwierig, die Kosten einzuschätzen, die mit einem solchen kostenfreien Angebot dennoch auf sie zukommen.  Allein mit den Modulen, die PrestaShop selbst als „unverzichtbar“ deklariert, kommen Kunden auf rund 1.500 Euro. Nach unserer Einschätzung sind allerdings sicherlich nicht alle Module für jeden Shop oder gar für den Anfang notwendig. Gerade wenn du kleiner startest, kannst du viele der Module nach und nach erwerben und so den Service in deinem Shop weiter ausbauen. Einige Module können zwar deinen Erfolg durchaus erhöhen, sie sind jedoch nicht notwendig, um einen einfachen Shop zu starten.

Im Vergleich zu WooCommerce richtet sich PrestaShop eher an größere Shops. Die Software entfaltet ihre volle Stärke vor allem dann, wenn du ein eigenes Entwicklerteam hast, das den Shop auf deine Anforderungen ausrichten kannst. Es ist weniger benutzerfreundlich, dafür jedoch mächtiger.

Vorteile
Auch für mittlere und große Shops gut geeignet Rechtssicherheit für Deutschland Gut für SEO geeignet Hilfreiche Community Mehrsprachige Shops möglich
Nachteile
Entwicklerteam hilfreich Module teils recht teuer Keine Qualitätskontrolle bei Modulen Kaum deutschsprachige Community-Mitglieder Benutzerfreundlichkeit könnte verbessert werden

3) Weebly: Allrounder, aber kostenfrei mit Einschränkungen

Weebly ist kostenfrei und eines der Shopsysteme, die am einfachsten einzurichten und zu verwalten sind. Der Website-Builder ermöglicht es selbst absoluten Laien, einfach und unkompliziert einen Shop einzurichten, der professionell wirkt und die notwendigen Funktionen bietet. Wie ein mit Weebly ersteller Shop aussehen kann, siehst du hier.

Allerdings wirst du mit Weebly schnell an deine Grenzen stoßen, wenn du etwas ambitionierter bist. Während WooCommerce und PrestaShop dank der Module von fremden Entwicklern in der Lage sind, nachgefragte Funktionen relativ zeitnah anzubieten, ist Weebly auf sein eigenes Entwicklerteam begrenzt. Wenn du genaue Vorstellungen von deinem Online-Shop hast, solltest du vorher prüfen, ob du sie mit Weebly umsetzen kannst.

Du kannst Weebly in der Testversion zwar durchaus kostenfrei nutzen, jedoch eignet sich der Funktionsumfang eher für einen Test als für einen kleinen Online-Shop. So kannst du keine eigene Domain nutzen und es gibt keine Warenkorb-Funktion. Du musst bei Weebly mit 10 Euro monatlich einsteigen, wenn du deinen Shop etwas ernsthafter betreiben möchtest. Wenn dir die Grundfunktionen nicht ausreichen, sind 20 Euro im Monat sogar realistischer.

Weebly ist für dich dann die richtige Wahl, wenn du bereits jetzt schon weißt, dass dein Online-Shop weder in Bezug auf Größe noch auf Funktionalität Bäume ausreißen muss. Solltest du hingegen planen, später einen größeren Online-Shop zu führen, ist Weebly nicht so gut für dich geeignet. Dafür fehlen dem Shopsystem sowohl die Möglichkeiten zur individuellen Erweiterung als auch die Skalierbarkeit.

Vorteile
Sehr einsteigerfreundlich Hervorragend für kleine, einfache Shops geeignet Ohne technische Vorkenntnisse nutzbar Auch in den Bezahltarifen eher günstig Keine eigene Domain im kostenlosen Tarif nutzbar
Nachteile
Kostenlose Version kaum brauchbar Nicht durch Module erweiterbar Für große Shops nicht geeignet Support teils langsam Fehlende Anbindungen zu Software

4) branchbob.com: Deutscher Anbieter mit Corona-Bonus

branchbob wurde mit dem Ziel gegründet, Shop-Einsteigern ein funktionales und professionelles Shop-System ohne hohe Anfangsinvestitionen zu bieten. Zu Beginn der COVID-19-Krise hat sich branchbob dazu entschlossen, seine Dienste völlig kostenfrei anzubieten. Der Dienst verzichtet sowohl auf Transaktionsgebühren als auch auf fixe Monatskosten.

Ohnehin rechnet branchbob nicht mit fixen Monatsgebühren ab, sondern setzt auf eine Provision, die sich anhand des Umsatzes berechnet. Kostenfrei kannst du den Shop unter normalen Bedingungen nur zwei Wochen lang in einer Testphase nutzen. Wie lange branchbob seine Dienste kostenfrei zur Verfügung stellt, kommuniziert der Dienstleister nicht eindeutig. Du solltest dich also darauf einstellen, früher oder später doch eine Provision zahlen zu müssen.

branchbob bietet derzeit weniger als ein Dutzend Themes an. Entsprechend ähnlich sind sich die mit branchbob erstellten Shops. Über einen CSS-Generator ist es aber durchaus möglich, den Shop an das Corporate Design anzupassen und die Ähnlichkeit zu anderen so erstellten Shops zu verringern. Wie ein mit branchbob ersteller Shop aussehen kann, siehst du hier.

branchbob bietet einige Apps, die den Funktionsumfang des Shops erweitern. Leider kosten sie teilweise eine monatliche Gebühr. Wenn du beispielsweise deine Produkte über eine CSV-Datei in den Shop einfügen möchtest, kostet die App dafür 4,99 Euro im Monat. Der gleiche Preis wird fällig, wenn du Kundenlisten oder Auftragslisten importieren oder exportieren möchtest.

Auf der anderen Seite gibt es für branchbob einige Features, die überraschend kostenfrei sind. Dazu gehören beispielsweise Rechtstexte, mit denen du deinen Shop für Deutschland rechtssicher gestalten kannst. Je nachdem, welche Anforderungen du hast, kannst du mit branchbob deinen Shop sehr günstig realisieren.

Vorteile
Sehr einsteigerfreundlich Kein eigener Server notwendig In 5 Minuten eingerichtet Bis auf weiteres kostenfrei nutzbar Einfach und kostenfrei rechtssicher in Deutschland
Nachteile
Export von Dateien teuer Eingeschränkte Anzahl an Templates und Apps Vermutlich früher oder später wieder kostenpflichtig Begrenzte Funktionen, vor allem im Bereich des Marketings Keine Marktplatzanbindung möglich

5) Mozello: Nur 5 Produkte

Mozello ist ein weiteres Baukasten-Shopsystem, das du in der Grundversion kostenfrei nutzen kannst. Allerdings kannst du deinen Shop dann nicht unter deiner eigenen Domain führen und die Produktanzahl ist auf 5 begrenzt. Große Sprünge sind in der kostenlosen Variante nicht möglich.

Auch die günstigste Variante bietet dir mit 15 Produkten für 6 Euro pro Monat nur etwas mehr Spielraum. Wenn du mehr Produkte anbieten willst, musst du 12 Euro monatlich rechnen. In den kostenpflichtigen Tarifen sind Hosting und Domain bereits enthalten.

Mozello wirbt mit „Millionen möglicher Designs“. Letztlich ist die Auswahl an möglichen Änderungen durch die Templates eingeschränkt. Der Baukasten ermöglicht es durchaus, innerhalb von wenigen Minuten einen Shop einzurichten und an eigene Designwünsche anzupassen. Wenn du CSS, HTML und JavaScript-Kenntnisse hast, gelingt dir das dank des Editors sehr unkompliziert.

Mozello bietet einige sinnvolle Features. So ist standardmäßig ein SEO-Tool mit an Bord, du kannst einen Blog einrichten oder mit diversen Funktionen deine Conversion erhöhen. Du hast jedoch nicht die Auswahl, die durch viele Plugin-Entwickler entstehen kann, wie es bei WooCommerce oder PrestaShop der Fall ist.

Mozello ist weniger leicht einzurichten als einige anderen Shopsysteme. So fehlt bislang eine Drag-and-Drop-Funktion, die die Gestaltung von Websites erleichtert.

Vorteile
Keine eigene Domain in der kostenfreien Variante Individuell anpassbar Nicht immer intuitiv nutzbar Multilingual möglich Viele unterschiedliche Zahlungsarten in der kostenlosen Version nutzbar
Nachteile
Nur 5 Produkte in der kostenfreien Variante Programmierkenntnisse von Vorteil Kein unkomplizierten Page-Builder enthalten Keine automatischen Übersetzungen Keine Marktplatzanbindung möglich

6) kostenloser-shop.com: Professionelles Auftreten kaum möglich

kostenloser-shop.com bietet zwei Varianten: Eine kostenfreie Variante mit abgespecktem Funktionsumfang und der Begrenzung auf 30 Produkte und eine Premium-Variante für knapp 7 Euro monatlich. Ein Manko bleibt bestehen: Es ist keine eigene Domain möglich, sondern der Shop landet zwangsweise auf der Subdomain 1a-shops.eu.

Es gibt sicherlich Szenarien, in denen es nichts ausmacht, keine eigene Domain zu haben: Gemeinnützigen Organisationen, lokalen und kleinen Verkäufern oder anderen persönlichen Anbietern verzeihen viele Käufer, dass die Subdomain nicht unbedingt professionell wirkt. Wenn du planst, ein Unternehmen zu repräsentieren und nicht als Privatperson tätig bist, ist kostenloser-shop.com nicht für dich geeignet. Die Subdomain wirkt nicht nur unprofessionell, sondern ist für SEO alles andere als ideal.

Und auch unabhängig davon wirkt das Shopsystem etwas in die Jahre gekommen. Der Builder ist nicht unbedingt der heilige Gral für Website-Building, die angebotenen Designs sind schon etwas altbacken und die Referenz-Shops sehen nicht nach Rekordumsätzen aus.

Für Rechtssicherheit musst du bei kostenloser-shop.com zudem selbst sorgen. Wenn du zusätzliche Zahlungsmittel wie PayPal oder AmazonPay freischalten möchtest, ist dies nur gegen eine einmalige Gebühr möglich, die derzeit knapp 80 Euro beträgt.

Vorteile
Kostenfrei für bis zu 30 Produkte Responsives Design Unterschiedliche Sprachen möglich SSL-Verschlüsselung auch in kostenfreier Version Zusätzliche Artikel sind optional buchbar
Nachteile
Keine eigene Domain möglich Design etwas altbacken Zahlungsmittel kosten Freischaltungsgebüh Keine Rechtssicherheit Editor in die Jahre gekommen

7) Ecwid: Mit jeder Website nutzbar

Die Besonderheit von Ecwid ist, dass du das Shopsystem unkompliziert deiner bereits bestehenden Website hinzufügen kannst. Genauso ist es möglich, eine Website mit Ecwid zu erstellen. So viel Freiraum lassen die meisten anderen Shopsysteme nicht.

Ecwid ist in der kostenfreien Variante auf 10 Produkte beschränkt und bietet dann einige Features weniger als in den Bezahl-Versionen. Dennoch lässt sich in der kostenfreien Variante weitaus mehr mit dem Feature anfangen als mit vielen anderen vermeintlich kostenlosen Shopsystemen. Nur bei der Suchmaschinenoptimierung musst du auf Funktionen verzichten, die dir vermutlich fehlen werden, wenn du Wert auf SEO legst. Du kannst in deinen URLs beispielsweise lediglich Produkt-IDs verwenden.

Wenn dein Shop wächst und sich die Mehrausgaben für die zusätzlichen Features lohnen, kannst du unkompliziert in kostenpflichtige Module wechseln. Diese beginnen bei 15 Euro monatlich und sind somit teurer als andere Freemium-Shopsysteme. Du kannst dann deine eigene Domain nutzen und auch URLS verändern.

Zudem ist Ecwid nicht nur als Anfänger-Store gedacht. Mit dem Business- oder Unlimited-Plan für 35 Euro oder 99 Euro monatlich erhältst du viele Möglichkeiten, die anderen Systemen kaum nachstehen. Im Unlimited-Plan kannst du sogar deine eigene App nutzen.

Vorteile
Mit jeder Website nutzbar Auch Erstellen einer eigenen Website möglich Viele Features in der kostenfreien Version Werbemöglichkeiten auf bekannten Plattforme Passt sich an das vorgegebene Design an
Nachteile
Kostenfrei keine eigene Domain Kein SEO in der kostenlosen Version Nur 10 Produkte im Free-Plan Bezahl-Versionen recht teuer Nur wenige Tipps zur Rechtssicherheit

Fazit

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, als gäbe es viele kostenfreie Online-Shop-Systeme: Wenn du auf der Suche nach einem kostenfreien Online-Shop bist und planst, mehr als ein Dutzend Produkte anzubieten, ist die Auswahl gering. Nur dann, wenn du die starken Beschränkungen in Kauf nimmst, hast du einige interessante Optionen. Sobald du mehr als 5 oder 10 Produkte in dein Sortiment aufnehmen möchtest, musst du auf WooCommerce, PrestaShop oder branchbob zurückgreifen. Zumindest dann, wenn du auf Kostenfreiheit bestehst. Auch hier entstehen durch Plugins schnell Zusatzkosten.

Doch auch unabhängig von der Produktanzahl: Für die meisten Shopbetreiber mit Ambitionen werden WooCommerce und PrestaShop die besten Lösungen sein. Sie sind in der Grundversion kostenfrei und können Schritt für Schritt erweitert werden. Es ist hilfreich, jemanden mit Programmierkenntnissen im Team zu haben, zu Beginn geht es oft auch ohne oder mit geringer Unterstützung von außen.

Wenn du dich für eine dieser beiden Varianten entscheidest, kannst du die Funktionalität deines Shops dann erhöhen, wenn du es für notwendig hältst. Du wirst mit beiden Systemen früher oder später an deine Grenzen stoßen, allerdings kannst du sie mit Plugins oder eigenen Entwicklungen oft noch etwas verrücken. So musst du möglicherweise niemals auf ein anderes Shopsystem umsteigen.

Diese Freiheit besteht bei den Baukastensystemen hingegen leider nicht. Hier musst du mit den Funktionen auskommen, die der Entwickler dir bieten kann. Für ambitioniertere Projekte wird dies schnell nicht mehr ausreichen. Wenn es dir nur darum geht, schnell einen Shop mit wenigen Produkten zu erstellen, sind branchbob, Ecwid oder Mozella mögliche Lösungen für dich. Für Kunden aus Deutschland ist branchbob natürlich einen genaueren Blick wert, weil das Unternehmen aus Deutschland kommt und Wert auf Rechtssicherheit in der Bundesrepublik legt.

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