Mit App-Baukasten zur eigenen App: Die 9 besten Anbieter

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Du brauchst eine einfache App für dein Unternehmen und dein Budget ist nicht vier- oder sogar fünfstellig? Dann könnten App-Builder eine Alternative für dich sein. Sie ermöglichen es dir, ohne Programmierkenntnisse eine eigene App zusammenzustellen.

Durch einen WYSIWYG („What you see is what you get“)-Editor kannst du deine App per Drag-and-Drop so zusammenstellen, wie du es dir wünschst.

Wir stellen dir die wichtigsten App-Builder vor und sagen dir, worauf du achten solltest.

Für wen lohnt sich ein App-Baukasten?

Eine App selbst zu erstellen ist für dich dann sinnvoll, wenn du ein begrenztes Budget zur Verfügung hast und keine Wunderwerke von der App erwartest. Deine Möglichkeiten sind durch die vorgegebenen Funktionen, Schaltflächen und Anbindungen begrenzt.

Willst du eine kompliziertere App erstellen, lohnt sich ein App-Builder für dich nicht. Du kannst nicht auf Bestehendes aufbauen und den Quellcode später nicht an Entwickler weitergeben, sobald du merkst, dass der Builder an seine Grenzen stößt.

Außerdem kannst du einen App-Baukasten nicht kostenlos nutzen. Du musst mit monatlichen Ausgaben rechnen, die je nach gewähltem Paket, Distribution und Features durchaus drei- bis vierstellige Summen im Jahr betragen. Wenn du langfristig planst, ist also eine Eigenentwicklung schnell günstiger.

Auf der anderen Seite dauert die Amortisierung deiner App-Kosten dennoch viele Jahre bei einem unsicheren Marktumfeld, während sich die App-Baukästen vermutlich weiterentwickeln. Freilich ist es für dich natürlich ein erhebliches Problem, falls dein App-Baukasten-Anbieter insolvent wird oder seinen Dienst aus anderen Gründen einstellt.

Eine Alternative können zudem Software-Anwendungen sein, die es dir genauso wie die App-Builder ermöglichen, eine App per Drag-and-Drop zu erstellen. Auch hier musst du vierstellige Beträge einkalkulieren, dafür kannst du mit ihnen so viele Apps erstellen und pflegen, wie du möchtest.

Zusatzgebühren: Alles inklusive oder eigener Account?

Google und Apple verlangen von Publishern, einen eigenen Account anzulegen und darüber ihre Apps zu veröffentlichen. Die Kosten dafür sind bei Google überschaubar: Hier zahlst du einmalig 25 US-Dollar. Bei Apple werden hingegen 99 US-Dollar jährlich fällig.

Die App-Builder lösen dieses Problem auf zwei Arten: Entweder sie behalten sich vor, den bei der App-Erstellung entstandenen Code zu prüfen und die App unter ihrem eigenen Entwickler-Account zu veröffentlichen. Dann ist die Gebühr für die Accounts in der monatlichen Pauschale enthalten. Oder auf dich kommen die oben genannten Kosten noch einmal zusätzlich zu.

Wenn du mehrere Apps entwickeln möchtest, ist ein eigener Account die günstigere Variante für dich. Auf der anderen Seite verlierst du bei den meisten Apps ohnehin die Nutzungsrechte, wenn du nicht länger Kunde bist, sodass es in der Praxis für dich häufig wenig Unterschied machen sollte.

GoodBarber: Allrounder ohne echte Schwäche

GoodBarber ist der beliebteste App-Builder, der derzeit auf dem Markt ist. Gründe dafür gibt es viele: Der Anbieter legt Wert auf die User Experience und führt dich durch die Erstellung. Es ist nur bei wenigen anderen Anbietern so leicht, ohne Programmierkenntnisse eine eigene App zu erstellen.

Auf der anderen Seite hast du aber die Möglichkeit, eigenen Code einzufügen und so die App so zu erweitern, wie du es dir wünschst. Wenn du an die Grenzen des App-Builders stößt, kannst du sie mit etwas Glück und eigenen Entwicklern wieder etwas erweitern.

Einer der größten Vorteile des Anbieters ist, dass er außergewöhnlich viel Wert auf das Design der Apps legt. Du kannst mehr als 200 Layout-Optionen und viele Templates verwenden, um deine App auf das zuzuschneiden, was du benötigst, und ihr ein unverwechselbares Aussehen zu verleihen. Mit wenigen Mausklicks erstellst du so eine App, die professionell aussieht und hohe Designanforderungen erfüllt.

Wenn du dich bei GoodBarber anmeldest, hast du die Möglichkeit, das Angebot 30 Tage lang zu testen. Danach bietet GoodBarber drei Gebührenmodelle an: Standard für 25 Euro monatlich, Full für 48 Euro im Monat und Premium für 96 Euro im Monat. Die Gebühren gelten jeweils für eine App.

Für 25 Euro kannst du allerdings nur eine progressive Web-App nutzen. Mit 200 GB Speicherplatz bietet GoodBarber genügend Speicher für die meisten Projekte. Eine native App für Android kannst du in der Full-Version erstellen. Dann kannst du auch auf zusätzliche Add-Ons zugreifen und Grundfunktionen wie Login nutzen.

Wenn du auf Apple-Endgeräten vertreten sein möchtest, bleibt dir nur die Premium-Version. In den Kosten ist die iOS-Review-Gebühr enthalten. Nicht alle Add-Ons sind im Preis enthalten. Clubkarten, Coupons und Treueprogramme kosten dich noch einmal jeweils zwischen 40 und 80 Euro im Jahr.

Stärken Schwächen
Einsteigerfreundlich und dennoch mit eigenem Code erweiterbar Native App erst ab 48 Euro monatlich
Kostenfreier Test über 30 Tage Kein Zugriff auf Quellcode
Viele Features und Designs Zusätzliche Kosten für manche Add-Ons

Siberian: OpenSource-CMS mit günstigen Gebühren

Siberian ist einer der wenigen Baukasten-Anbieter, bei denen die volle Kontrolle über deine App bei dir bleibt. Du kannst den Code deiner App selbstständig weiterentwickeln (lassen), wenn du nicht mehr mit Siberian zusammenarbeiten möchtest.

Wenn du die hohen Anfangsinvestitionen für eine selbstentwickelte App scheust, aber die App langfristig mehr als nur Standard-Funktionen aufweisen soll oder du im Ernstfall nicht abhängig von einem Anbieter sein willst, führt kein Weg an Siberian vorbei.

Auf der anderen Seite eignet sich Siberian nicht für absolute Technik-Einsteiger. Die Tutorials sind jedoch hilfreich und helfen dir, dich selbst als Laie zurechtzufinden. Nach der Installation ist der Editor genauso leicht zu verwenden, wie dies bei anderen App-Baukästen der Fall ist.

Eine weitere Schwäche ist das Design: Ohne Mehrkosten hast du Zugriff auf 25 Vorlagen. Layouts kannst du gegen Mehrkosten erwerben. Im Vergleich zu GoodBarber als Design-Spezialist sind die Abstriche bei Siberian spürbar, Siberian kann mit anderen App-Buildern in diesem Bereich aber mithalten. Zusätzliche Layouts sind zudem nicht teuer. Auch ohne kannst du deine App individuell zusammenstellen und schöne Designs zusammenbasteln. Der Prozess ist jedoch nicht so spielerisch einfach und du brauchst mehr Gespür für passende Designs.

Außerdem bist du bei Siberian nicht auf eine monatliche Gebühr angewiesen. Wenn du die App auf deinem eigenen Server hosten willst, reicht eine einmalige Gebühr in Höhe von 349 Euro aus. Dann hast du kompletten Zugang zum Quellcode deiner Apps.

Wenn du dich für ein Hosting von Siberian entscheidest, kostet die Multi-App-Edition 89 Euro im Monat. Die Single-App-Version ist hingegen kostenfrei. Wenn du zusätzliche Features nutzen möchtest, können zusätzliche Kosten auf dich zukommen.

Schon in der freien Version bietet Siberian deutlich mehr Funktionen als viele andere App-Builder im günstigsten Paket. Dadurch, dass auch andere Unternehmen für Siberian weitere Features entwickeln, bist du zudem nicht auf die Angebote eines Entwickler-Teams beschränkt.

Stärken Schwächen
Du erhältst auf Wunsch Zugang zum Quellcode und kannst die App ohne Siberian nutzen Kompliziertere Installation
Kostengünstig Nur wenige Designvorlagen und Templates
Viele Funktionen und Erweiterungen Keine progressive Web-App möglich

Swiftic: Für Treueprogramme

Wenn deine App vor allem der Kundenbindung dienen soll und du viel Wert auf Treueprogramme, Rubbellose oder Rabatte legst, könnte Swiftic für dich die richtige Lösung sein. Du erhältst bei diesem App-Builder viele unterschiedliche Funktionen und musst nicht wie bei GoodBarber gesondert dafür zahlen.

Ohnehin ist Swiftic erheblich günstiger als der große Konkurrent: Swiftic hat nur ein Preismodell, sodass du für die App monatlich 39 US-Dollar (im September 2020 knapp 24 Euro) zahlst.

Und es geht noch günstiger: Wenn du dich für eine langfristige Vertragsbindung entscheidest, sinkt der Preis auf 33 US-Dollar (1 Jahr Vertragsbindung) oder 29 US-Dollar (2 Jahre Vertragsbindung). Die Gebühren für GooglePlay oder den Apple App Store sind darin allerdings noch nicht enthalten. Wenn du eine iOS-App veröffentlichen möchtest, kommen noch einmal 100 US-Dollar jährlich hinzu.

Doch Swiftic hat gegenüber GoodBarber nicht nur Vorteile. Wenn du dich für diesen App-Builder entscheidest, kannst du deutlich weniger Design-Optionen nutzen. Das macht sich leider vor allem dann bemerkbar, wenn du deine App abseits der Grundfunktionen um zusätzliche Features ergänzen möchtest, da dann deine Optionen nochmal abnehmen. Außerdem hast du derzeit keine Möglichkeit, innerhalb der App Werbung zu schalten, falls du deinen Dienst so finanzieren möchtest.

Swiftic ist zudem nur bedingt für dich geeignet, wenn du mit dem Support Deutsch sprechen möchtest. Aktuell bietet der Dienst lediglich englischen und portugiesischen Support an. Der App-Builder und die App unterstützen Deutsch.

Stärken Schwächen
Eines der günstigsten Angebote Grafisch limitiert
Viele Möglichkeiten für Kundenbindungsprogramme Kein deutscher Support
Viele Analysemöglichkeiten Keine In-App-Werbung

AppConfector: Deutscher Anbieter ab 9 Euro

AppConfector ist ein weiterer Anbieter aus Deutschland. Das Unternehmen setzt seinen Schwerpunkt auf die Bereitstellung von progressiven Web-Apps und bietet fast schon nebenbei die Erstellung nativer Apps an.

In diesem Bereich ist AppConfector günstig: Ohne Vertragsbindung betragen die monatlichen Kosten 12 Euro (sonst 9 Euro). Wenn du das Premium-Paket nutzen möchtest, fallen dafür 32 Euro (mit Vertragsbindung) oder 29 Euro an. Deine Vorteile sind der Zugriff auf Treueprogramme, mehr mögliche Menüunterpunkte und ein Shopsystem.

AppConfector ist für dich optimal, wenn dir Datenschutz wichtig ist. Die mit AppConfector erstellten Web-Apps sind DSGVO-konform und verschlüsselt. Insgesamt ist der Umfang der Leistungen und Bausteine im Vergleich zu so manchem anderem Builder eher eingeschränkt: Ohne die Kundenbindungs-Funktionen kannst du aus 15 Bausteinen wählen.

Auch die Designvorlagen sind sehr eingeschränkt: Es gibt nämlich keine. Du musst dir deine App aus den verschiedenen Bausteinen selbst zusammenstückeln. Das funktioniert, ist jedoch deutlich aufwändiger und verlangt deinem inneren Design-Genie schon ein bisschen mehr ab als viele andere App-Baukästen.

Trotz der im Vergleich geringen Kosten ist AppConfector einer der wenigen Anbieter, die eine Telefonnummer für den Support zur Verfügung stellen. Außerdem kannst du die deutschsprachigen Mitarbeiter per Mail oder Kontaktformular erreichen. Wenn dir ein guter Support wichtig ist, ist das Dorstener Unternehmen für dich eine gute Wahl.

Stärken Schwächen
Deutscher Support Keine Design-Vorlagen
Legt viel Wert auf Sicherheit Nur 15 Bausteine
Geringe Kosten Integration von Shopsystemen

AppSheet: Für Arbeit im Team

Wenn du nicht auf der Suche nach einer öffentlichen App bist, sondern eher nach einer Lösung für die mobile Arbeit im Team suchst, ist AppSheet interessanter für dich als andere App-Builder. Für 50 Euro im Monat gibt es zwar eine Publisher-Version, die Stärke des App-Builders liegt jedoch bei der Erstellung von Apps zur Zusammenarbeit.

AppSheet lässt sich für die verschiedensten Zwecke nutzen. Bereits umgesetzt wurden unter anderem:

  • Lagerverwaltung
  • Organisation von Handwerkern
  • Urlaubskalender
  • Formulare und Umfragen
  • Anwesenheitslisten
  • Projektmanagement

Das Design der App kannst du an dein Corporate Design anpassen, die Designmöglichkeiten sind davon abgesehen begrenzt. Besonders praktisch ist es, dass du bei AppSheet nicht bloß Design-Vorlagen übernehmen, sondern stattdessen die gesamte App kopieren und an deine Bedürfnisse anpassen kannst.

Vor allem in der Pro-Version ab 10 Euro je Nutzer bietet AppSheet zahlreiche Sicherheitsfeatures. So können deine Mitarbeiter ungefährdet vertrauliche Daten miteinander austauschen. Günstiger ist die Premium-Version für 5 Euro. Sie bietet einige nützliche Funktionen und schützt Daten auf Wunsch durch eine Login-Funktion. Bei den meisten Anwendungsfällen wird dieses Paket für dich ausreichen. Die App wird allerdings sogar in der kostengünstigsten Version schnell teuer, wenn du möchtest, dass viele Mitarbeiter die App verwenden.

Wenn du in einem größeren Unternehmen arbeitest oder die App viele Funktionen erfüllen kann, gibt es zudem noch eine Business-Version, deren Preis du für deine Zwecke anfragen kannst. Ein großes Plus sind die Abrechnungen, die über die App möglich werden, sodass deine Buchhaltung entlastet wird.

Wenn du AppSheet nutzen möchtest, solltest du Englisch gut beherrschen. Sämtliche Hilfen und der Support sind nur auf Englisch verfügbar.

Stärken Schwächen
Fokus auf Sicherheit Teuer für viele Nutzer
Einfaches Anpassen vorhandener Apps möglich Viele Sicherheitsfeatures erst ab 10 € je Nutzer erhältlich
Unkomplizierte Datenintegration Support und Hilfen ausschließlich auf Englisch

Shoutem: Nicht einsteigerfreundlich, aber leistungsstark

Der Baukasten von Shoutem ist sicherlich nicht der einsteigerfreundlichste auf dem Markt und die meisten User benötigen etwas Zeit, bis sie sich darin zurechtfinden. Doch er ist durchdacht und ermöglicht nach dieser Eingewöhnungsphase ein schnelles Zusammenstellen der App. Im Gegensatz zu anderen App-Buildern bietet dir Shoutem nicht die Möglichkeit, eine progressive Web-App zu erstellen.

Eine Besonderheit von Shoutem ist, dass sich die App inzwischen zu einer Open-Source-Plattform gewandelt hat. Du hast nun die Möglichkeit, mit eigenem Code neue Funktionen hinzuzufügen. Von Haus aus bringt Shoutem über 40 Features mit, was im Vergleich mit anderen App-Buildern viel ist.

Beim Design ist allerdings noch etwas Luft nach oben: Derzeit bietet Shoutem keine zehn Vorlagen an. Diese kannst du zwar auf dich zuschneiden, dennoch ist recht viel Arbeit notwendig, wenn du einen hohen Wiedererkennungswert haben möchtest.

Als Stärke gilt hingegen die Integration von Social-Media-Kanälen. Interaktionen sind mit allen größeren Plattformen möglich. Außerdem kannst du dir mit Shoutem eine Fanbase einrichten oder andere Plattformen für user-generated Content erstellen. Natürlich bietet Shoutem dir diverse Möglichkeiten, deine Kunden durch Treueprogramme und Co. an dich zu binden.

Wenn du alle Funktionen nutzen möchtest, musst du allerdings stolze 149 US-Dollar monatlich einplanen. Wenn dir eine Android-App reicht, musst du mit 49 US-Dollar im Monat kalkulieren. Eine zusätzliche iOS-App kannst du ab 79 US-Dollar monatlich erstellen.

Für die Nutzung von Shoutem solltest du Englisch beherrschen. Das gilt nicht nur für den Support, den du schriftlich erreichen kannst. Auch der Editor verfügt nur über englische Bezeichnungen, sodass für dich kein Weg am Englischen vorbeiführt. Dafür hat der Kundenservice allerdings einen hervorragenden Ruf und das bereitgestellte Hilfsmaterial wird dir in vielen Fällen ausreichen, um deine Probleme zu lösen.

Stärken Schwächen
Viele Möglichkeiten der Interaktion für User Support nur auf Englisch
Baukasten mit vielen Funktionen Bei Nutzung aller Funktionen recht teuer
Guter Support Wenige Design-Möglichkeiten

AppMachine: Importiert deine Website

Wenn du deine App auf der Grundlage deiner existierenden Website erstellen möchtest, ist AppMachine für dich vermutlich eine der schnellsten Lösungen überhaupt. Zwar ist es inzwischen nicht mehr ungewöhnlich, dass AppBuilder Daten von bestehenden Websites auslesen und dir im Baukasten zur Verfügung stellen. AppMachine ist jedoch gründlicher und dennoch übersichtlich.

Das Unternehmen stammt aus den Niederlanden und hat entsprechend schnell Deutsch als Sprache für die Bedienoberfläche eingeführt. Allerdings solltest du dennoch Englisch beherrschen, wenn du den Support kontaktieren möchtest. Dies ist nur per Kontaktformular oder Mail möglich, eine Hotline wird nicht angeboten.

Außerdem kannst du derzeit rund drei Dutzend vorprogrammierte Blöcke nutzen. Mit 15 Designvorlagen kannst du deine App zudem recht gut an deine Design-Vorstellungen anpassen.

Auch AppMachine setzt darauf, dass du dir das Wissen über die App selbst anliest oder den E-Mail-Support kontaktierst. Solltest du so nicht weiterkommen, kann dich der Anbieter an einen Reseller vermitteln, dessen Dienste Mehrkosten verursachen.

Wenn du eine App mit AppMachine erstellen möchtest, kannst du aus zwei Preismodellen wählen: Die Plus App für 39 Euro je App im Monat oder die Pro App für 59 Euro monatlich. Die Pro-Version erlaubt es dir unter andrem, eigenen JavaScript-Code zu verwenden und Excel-Daten zu importieren. Bei AppMachine ist das Kostenmodell außergewöhnlich transparent und dementsprechend fair. Du zahlst nicht Dutzende Euro monatlich mehr an den Anbieter, weil du eine iOS-App willst oder Treueprogramme nutzen möchtest: Für die meisten Zwecke reicht die Plus-App völlig aus.

Wenn du deine App publishen möchtest, sind die Preise dafür nicht in den Gebühren inkludiert. Du musst für eine Android-App zusätzlich einmalig 25 US-Dollar und für eine iOS-App 99 US-Dollar jährlich zusätzlich einkalkulieren.

Stärken Schwächen
Transparentes Preismodell Support nur schriftlich
Benutzerfreundlicher Baukasten Auf 300 Blöcke begrenzt
Gute Integration der Website Excel-Datenimport verursacht Mehrkosten

AppyPie (früher: AppMakr): Günstig gibt’s nicht mehr

Der in Deutschland bekanntere App-Builder AppMakr wurde durch den Konkurrenten AppyPie übernommen. Der Dienst ist nach eigenen Angaben jetzt mit rund zehn Millionen Endkunden der größte Anbieter eines App-Baukastens. AppMakr war lange Zeit der günstigste Anbieter und ermöglichte das Erstellen und Veröffentlichen der eigenen App schon für rund zwei US-Dollar monatlich.

Diese Zeiten sind durch die Akquisition vorbei. Der Dienst ist immer noch günstig, ist mit monatlichen Kosten zwischen 18 US-Dollar für das Basis-Paket und 60 US-Dollar für das Premium-Paket jedoch in der üblichen Preisspanne für App-Baukästen angekommen. Auch bei AppyPie ist eine iOS-Variante der App nur im Premium-Paket enthalten.

Einige Schwächen von AppyMakr sind auch bei AppyPie vorhanden. Du kannst nur aus wenigen Design-Varianten wählen und der Support ist nur auf Englisch erreichbar. Auch die Nutzererfahrung ist nicht immer optimal. Viele Kunden finden den App-Builder zu kompliziert, obwohl das Unternehmen die Erklärungen und Tutorials deutlich verbessert hat.

Es gibt dennoch Baukästen auf dem Markt, die deutlich einfacher funktionieren. Es steht außer Frage, dass AppyPie versucht, seinen App-Builder ständig zu verbessern und zu erweitern. Deswegen kommen stetig neue Funktionen hinzu. Auch Treueprogramme kannst du deswegen mit dem App-Baukasten inzwischen gut umsetzen.

Eine der Stärken ist hingegen, dass AppyPie mit zehn unterschiedlichen Shopsystemen interagieren kann. Wenn du schon einen Shop eingerichtet hast, stehen die Chancen bei AppyMakr sehr gut, dass du ihn auch als App übernehmen kannst. Du hast zudem die Möglichkeit, den App-Builder unkompliziert und kostenfrei zu testen. Es gibt zwar keine kostenfreie Testperiode, in der andere User deine App ausprobieren können. Doch du kannst eine App kostenlos erstellen und testen und musst erst bezahlen, wenn du die App veröffentlichen möchtest. Viele App-Baukästen bieten dir diese Möglichkeit, bei AppyPie solltest du sie fast zwingend in Anspruch nehmen, um herauszufinden, ob du mit dem Builder gut umgehen kannst und dir die Arbeit damit Spaß macht.

Stärken Schwächen
Vorheriger Test der App möglich Wenige Design-Optionen
Gute Anbindung an Analytics und Shopsysteme Builder recht kompliziert zu bedienen
Stetige Erweiterung der App Nicht mehr so günstig wie früher (AppMakr)

AppYourself: Spezialist für Reservierungen

AppYourself ist ein deutsches Unternehmen aus Berlin. Der App-Builder bietet mehr als 30 Standard-Module, mit denen du dir deine eigene App zusammenbasteln kannst. Dazu gehören Funktionen wie Treueprogramme oder Coupons, mit denen du die Kundenbindung und die Attraktivität deiner App erhöhen kannst.

AppYourself hat einige Designvorlagen zur Auswahl, die auch innerhalb der Module gut funktionieren. Der ganz große Wurf gelingt den Berlinern beim Design allerdings nicht. Dafür sind die Designs nicht aktuell genug.

Ein weiterer Nachteil ist, dass AppYourself nicht problemlos mit anderen Shop-System kompatibel ist. Allerdings bietet die App ein internes Shopsystem an, das funktional und für dich vor allem dann eine Alternative ist, wenn du noch gar kein Shopsystem aufgesetzt hast. Dank API-Schnittstelle lässt sich dieses Problem jedoch umgehen. Und du kannst dein Terminbuchungs- oder Reservierungstool in der App nutzen, denn AppYourself ist mit einem guten Dutzend kompatibel.

Wer als deutscher Kunde erwartet, dass er Kundenservice auf hohem Niveau nutzen kann, wird möglicherweise etwas enttäuscht. Einen Telefon-Support gibt es nicht und AppYourself geizt mit bereitgestellten Hilfen wie Video-Tutorials oder Hilfe-Dokumenten. Glücklicherweise ist das Erstellungs-Tool insgesamt sehr leicht zu verstehen und zu bedienen. Es handelt sich um einen der nutzerfreundlichsten Baukästen auf dem Markt.

AppYourself hat seine Preise erhöht und zählt jetzt zu den teureren Anbietern von App-Buildern. Im Smart-Paket für 34 Euro monatlich kannst du dir eine progressive Web-App erstellen. Für 59 Euro monatlich erhältst du im Business-Paket iOS-App und Android-App und musst dich dank 1-Click-App-Submission um nichts kümmern. Ein Full-Service-Paket mit Beratung buchst du bei AppYourself für 399 Euro im Monat. Dieses Angebot ist vor allem dann für dich relevant, wenn du ein anderes Design möchtest oder überdurchschnittlich viel Wert auf Datensicherheit legen musst.

Stärken Schwächen
Anbieter aus Deutschland Recht teuer
Mehr als 30 Module Design könnte moderner sein
Treueprogramme und Coupons Support ausbaufähig

Fazit: Der beste App-Builder bietet deine Funktionen

Alle App-Builder haben eines gemeinsam: Wenn du nicht selbst programmieren möchtest (und deswegen nutzt du den Baukasten schließlich), bist du auf die Funktionen angewiesen, die dir der App-Builder zur Verfügung stellen kann.

Das bedeutet, dass du dir erst deine App konzeptionieren solltest, um dann den passenden Builder zu suchen und nicht umgekehrt. Gerade dann, wenn du Treueprogramme oder Interaktionen der Nutzer ermöglichen oder deinen bestehenden Shop integrieren willst, können manche App-Builder völlig ungeeignet sein oder hohe Kosten verursachen. Deswegen ist es sinnvoll, wenn du weißt, was du willst, bevor du deinen App-Builder buchst und mit der Erstellung beginnst.

Es gibt allerdings einige Apps mit Alleinstellungsmerkmalen, wie beispielsweise die Datensicherheit und deutschsprachigen Telefonservice bei AppConfector, den möglichen Erwerb des Quellcodes bei Siberian oder den Website-Import von AppMachine. Wenn du auf einen dieser Faktoren besonders viel Wert legst, fällt deine Entscheidung für einen App-Builder fast von allein.

Quellen:

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