So erhöhst du deine Brand Awareness: Eine Anleitung für 2023 plus Best-Practice-Beispiele

Aktualisiert am 11.01.2023
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Unabhängig von der Qualität deiner Produkte und Dienstleistungen wird dein Unternehmen wahrscheinlich nicht sehr weit kommen, wenn du dich nicht mit der Etablierung einer starken Markenstrategie auseinandersetzt.

Denn wenn deine Zielgruppe nicht weiß, dass dein Produkt existiert, kann sie es nicht kaufen. Und wenn sie nicht wissen, was deine Marke tut oder wofür sie steht, werden sich die Verbraucher wahrscheinlich nicht mit ihr verbinden.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Was man unter Brand Awareness versteht
  • Warum Brand Awareness für 2023 besonders wichtig ist
  • Welche konkreten Vorteile eine Markenbekanntheit deinem Unternehmen bringt
  • Welche Techniken du nutzen kannst, um die Bekanntheit deiner eigenen Marke zu messen
  • Welche Maßnahmen du bestmöglich nutzen kannst, um deine Markenbekanntheit zu steigern

Neugierig geworden? Dann lass uns anfangen!

Was ist Brand Awareness?

Was haben Pampers mit einem Post-It, einem Tesafilm und einer Cola gemeinsam?

Falls du nach der steilen Vorlage auf eine witzige Pointe hoffst, müssen wir dich leider enttäuschen. Die Antwort lautet schlicht, dass die oben aufgeführten Begriffe sogenannte Deonyme sind. Aufgrund ihres hohen Bekanntheitsgrades werden sie im Sprachgebrauch auch als Gattungsnamen für einzelne Produktkategorien verwendet.

Die sogenannte Brand Awareness bzw. Markenbekanntheit ist demnach ein Maß dafür, wie vertraut deine Zielgruppe mit deiner Marke ist und wie einprägsam und nachhaltig sich deine Werbebotschaften in den Köpfen deiner potenziellen Kunden verankert haben.

Die Etablierung einer hohen Markenbekanntheit ist damit eine der wirkungsvollsten Maßnahmen deines Marketings. Verbraucher können dadurch eine instinktive Präferenz gegenüber einer Marke und ihren Produkten entwickeln, denn für viele Kunden ist die Wiedererkennung einer Marke ein Hauptargument ihrer Kaufentscheidung.

Das sind unterschiedlichen Typen des Markenbewusstseins

Wenn dein Unternehmen über ein gewisses Maß an Markenbewusstsein verfügt, kannst du bei deiner Zielgruppe echte Gefühle und Emotionen auslösen, wenn sie den Namen deines Unternehmens sehen oder hören. Denn mit deiner Marke verpackst du deinen Firmennamen, dein Logo und dein Alleinstellungsmerkmal zu einem echten Erlebnis für dein Publikum und deine Kunden.

Es ist jedoch wichtig, das Markenbewusstsein nicht als ein einzelnes, undifferenziertes Konzept zu verstehen. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein komplexes psychologisches Phänomen, das auf viele verschiedene Arten verstanden (und gemessen) werden kann.

Im Wesentlichen besteht die Brand Awareness aus 5 Typen:

  1. Brand recognition: Markenwiedererkennung
  2. Brand recall: Markenerinnerung
  3. Top-of-mind-Awareness
  4. Visuelles Branding
  5. Brand dominance – Markendominanz

Brand recognition: Die Markenwiedererkennung

Die Markenwiedererkennung beschreibt die Fähigkeit von Verbrauchern, ein Produkt zu erkennen, wenn sie es sehen.

Brand recall: Markenerinnerung

Bei der Markenerinnerung geht es darum, ob eine Person eine Marke korrekt benennen kann. Dabei gibt es gibt zwei Unterarten:

  • Die unterstützte Markenerinnerung, bei der eine Person eine Marke als Reaktion auf einen Hinweis benennt (Beispiel: „Welchen Frühstücksflocken magst du am liebsten?“).
  • Die ungestützte Markenerinnerung, bei der eine Marke oder ein Produkt korrekt benannt werden kann, ohne dass eine Hilfestellung erforderlich ist.

Top-of-mind-Awareness

Top-of-mind-Awareness ist eine besondere Form der Markenbekanntheit. Sie wird im Allgemeinen gemessen, indem den Verbrauchern offene Fragen zu der Marke gestellt werden, die ihnen in einer bestimmten Kategorie als Erstes einfällt. Marktforscher können diese Daten dann in einen Prozentwert umwandeln, um herauszufinden, welche Marken in Sachen Top-of-Mind-Bewusstsein führend sind.

Visuelles Branding

Das visuelle Branding beschreibt den Wiedererkennungswert, mit dem Verbraucher eine Marke anhand visueller Indikatoren richtig identifizieren können. Der Schlüssel für einen hohen Wiedererkennungswert liegt demnach in einprägsamen Unternehmensfarben, Logos, Symbolen und der Verpackung deiner Marke.

Brand dominance – Markendominanz

Wenn es um Markenbewusstsein geht, ist die Markendominanz der heilige Gral. Sie bezieht sich auf die Fähigkeit eines Kunden, sich auf Nachfrage nur an eine Marke in einer bestimmten Kategorie zu erinnern.

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Coca-Cola und das Markenbewusstsein

Versuch dir ein zucker-, coffein- und kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk mit Phosphorsäure und Kotyledonen aus der gemeinen Kakkorukunuss vorzustellen. Keine Sorge, wenn du damit Schwierigkeiten hast, geht es dir wie den meisten Menschen. Aber wetten, dass du bei dem bloßen Stichwort „Cola“ unweigerlich an die kleinen roten Dosen und Glasflaschen mit dem ikonischen Schriftzug denken musst?

Eine Studie ergab, dass über sieben Milliarden Menschen das Coca-Cola-Logo erkennen würden, wenn man es ihnen zeigt. Das sind satte 94 Prozent der Erdbevölkerung. Dieser Fakt wirkt umso erstaunlicher, wenn man berücksichtigt, dass gerade einmal die Hälfte der Weltbevölkerung das Kreuz als Symbol mit dem Christentum in Verbindung bringt.

Warum ist Markenbekanntheit 2023 so wichtig?

Ohne Markenbekanntheit gibt es nichts, was dein Produkt oder deine Dienstleistung von den hundert anderen ähnlichen Produkten auf dem Markt unterscheiden könnte. Mit einer starken Markenbekanntheit kannst du die Farben, Bilder und Botschaften deiner Marke in den Köpfen deines Publikums verankern und das Vertrauen deiner Kunden gewinnen.

Die Erstellung einer fundierten und konsistenten Markenbekanntheitskampagne kann dir die folgenden Vorteile bieten:

  • Verankerung deiner Marke im Bewusstsein deiner Zielgruppe
  • Profititieren von Mundpropaganda-Marketing
  • Steigerung deines Markenwerts
  • Erhöhte Kundenbindung
  • Erhöhter Umsatz

Aber auch darüber hinaus ergeben sich vor allem im Hinblick auf Wirtschaftskrisen und Fachkräftemangel drei zentrale Vorteile für 2023:

Verbesserte Kundenbeziehungen

Deine Marke verpackt deinen Firmennamen, dein Logo, deine Angebote und deine Botschaft zu einem echten Erlebnis für dein Publikum und deine Kunden. Damit ist deine Marke der Aspekt deines Unternehmens, dem die Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung vertrauen und gegenüber deinen Mitbewerbern vorziehen.

Das zeigen auch die neusten Umfragen: 94 Prozent der Kunden, die eine „sehr gute“ Erfahrung mit einer Marke gemacht haben, gaben an, in Zukunft wieder bei ihr kaufen zu wollen. Kunden, die eine „gute“ Erfahrung gemacht haben, würden zu 83 Prozent noch einmal einen Kauf tätigen.

Sichere dir die Top-Talente

Wenn deine Marke stark ist, werden Top-Talente und Fachkräfte eher daran interessiert sein, eine Position in deinem Unternehmen zu besetzen. Dafür braucht deine Marke ein einzigartiges Wertversprechen für Mitarbeiter: Etwas, das nur dein Unternehmen seinen Mitarbeitern bieten kann. Wenn deine Marke entsprechende Anreize und Vorteile bietet, die andere Marken nicht haben, wirst du mit einem größeren Bewerberpool an geeigneten Kandidaten rechnen können.

Mehr Spielraum bei der Preisgestaltung

Mit einer starken Marke und treuen Stammkunden hast du auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten mehr Spielraum bei der Preisgestaltung. Untersuchungen zeigen, dass ganze 57 Prozent der Kunden dazu bereit sind, mehr Geld für Marken auszugeben, denen sie treu sind. Demnach musst du auch bei einer kurzfristigen Preiserhöhung nicht mit drastischen Umsatzeinbußen rechnen.

Mit diesen Maßnahmen kannst du deine Markenbekanntheit messen

Deine Markenbekanntheit ist ein starkes, wenn auch zugegebenermaßen vages Konzept, das einen entscheidenden Einfluss auf deine Marketingbemühungen, die Verbraucherwahrnehmung und deinen unternehmerischen Umsatz haben kann. 

Im Folgenden sind einige der Maßnahmen aufgeführt, mit denen du den Bekanntheitsgrad deiner Brand messen kannst.

Umfragen

Umfragen sind eine beliebte Methode, um deine Markenbekanntheit zu messen. Bitte in der Umfrage eine Reihe von Verbrauchern, Fragen über Farben, Logos, Produktverpackungen und auch andere spezifische Dinge deiner Brand zu beantworten. Die Ergebnisse zeigen dir, an welchen Stellschrauben du noch drehen musst.

Website-Traffic

Der direkte Traffic zeigt dir an, wie viele Personen deine Website in den Suchmaschinen suchen. Damit weißt du, wie erfolgreich deine Marketingkampagnen sind, wenn es darum geht, Benutzer auf deine Website zu locken.

Social Media

Follower, Likes, Hashtags, Retweets und Kommentare – all diese Features in den sozialen Medien zeigen die Popularität deiner Marke in der digitalen Welt an. Diese Interaktionen erlauben dir Rückschlüsse darüber, wie viele Menschen sich der Existenz deiner Marke bewusst sind.

Google Analytics

Du kannst Google Analytics verwenden, um das Website-Traffic-Volumen und die Anzahl der Benutzerinteraktionen, externe Verlinkungen und den eingehenden Traffic anzuzeigen, indem du deinen Markennamen eingibst.

Google Alerts

Google Alerts zeigt dir an, wie oft und in welchem Umgang über deine Marke im digitalen Online-Ökosystem diskutiert wird. Nutze dieses Tool und lasse dich über jede Erwähnung deiner Marke informieren.

Unsere Best-Practices für den Aufbau deiner Markenbekanntheit

Best-Practices für deine Markenführung

Lass uns realistisch bleiben: Bei kleineren Start-ups und KMU wird der Grad deiner Markenbekanntheit möglicherweise niemals den Status eines Gattungsnamens für eine Produktkategorie erreichen.

Aber keine Sorge, es gibt auch andere Zielvorhaben, die du als wichtige Erfolgsindikatoren für deine Markenführung werten kannst. Stell dir einmal vor, dass …

… deine Zielgruppe weiß, für welche Werte dein Unternehmen steht und wofür es bekannt ist.

… Interessenten gezielt nach deinem Unternehmensnamen oder Markenbegriff suchen.

… deine Kunden sich für deine Marke entscheiden, auch wenn es günstigere Optionen auf dem Markt gibt.

Klingt vielversprechend, oder? Hier sind unsere Best Practices für deine Markenführung im Jahr 2023:

#1 Markenidentität

Um deiner Marke zu mehr Bekanntheit zu verhelfen, brauchst du zuallererst eine konsistente Markenidentität. Dabei handelt es sich aber nicht etwa um eine Sammlung von Logos oder Slogans in deinen Unternehmensfarben – es geht vielmehr darum, was deine Marke repräsentiert und wofür sie steht.

Du musst genau festlegen, was dein Unternehmen antreibt – deine unternehmerische Vision, deine Ziele und Werte identifizieren. Diese Werte müssen deine gesamte Unternehmenskommunikation durchziehen; sie bestimmen den Tonfall deiner Marke. Denn nur durch ein solides Verständnis dieser Faktoren kannst du die richtigen Botschaften an die richtigen Personen richten.

#2 Arbeite mit Influencern zusammen

Die Empfehlung eines prominenten Meinungsführers ist manchmal schon ausreichend, um deine Markenbekanntheit zu verdoppeln oder zu verdreifachen. Daher beziehen viele Unternehmen bereitwillig Influencer in ihre Marketingstrategie ein. 

Die Zusammenarbeit mit einem reichweitenstarken Blogger oder Influencer kann deinem Unternehmen im Idealfall dabei helfen, ein neues Publikum zu generieren. Ein weiterer Vorteil des Influencer-Marketings beruht darüber hinaus auf dem Markenvertrauen, das durch seine Empfehlung ausgesprochen wird.

#3 Nutze Infografiken

Mit individuell erstellten Infografiken hast du eine visuell einprägsame Möglichkeit, deinem Publikum interessante Daten und Statistiken zur Verfügung zu stellen. Diese Inhalte werden in den sozialen Medien geteilt, was sie zu einem großartigen Instrument für deine Markenführung macht.

#4 Setze auf lokale Partnerschaften

Eine weitere großartige Strategie für deinen Markenaufbau besteht darin, sich an lokalen Partnerschaften zu beteiligen. Diese Maßnahme kann vor allem für lokal orientierte Unternehmen enorm wichtig sein.

Schließe dich mit anderen Unternehmen aus deiner Region zusammen, um Festivals zu veranstalten oder lokale Vereine zu sponsern. Wenn du deine Marke auf regionalen Events promotest, wird sich das garantiert auf den Bekanntheitswert auswirken.

#5 Social-Media-Challenges

Gehe mit deinem Content viral und lasse deine Follower ein Foto oder Video einreichen, über das andere User abstimmen können. Im Idealfall teilen die User den Link mit Freunden und Familienmitgliedern, um mehr Stimmen zu erhalten – und dadurch deine Markenbekanntheit zu steigern.

#6 Veranstalte regelmäßig neue Events

Regionale oder digital durchgeführte Veranstaltungen sind eine ideale Möglichkeit, deine Markenbekanntheit aufzubauen. Unabhängig von der Art deines Unternehmens kannst du dadurch die Aufmerksamkeit von Verbrauchern und potenziellen Neukunden auf dich ziehen.

Nutze eine neue Produkteinführung, eine Ausstellung oder ein Webinar für die Interaktion mit deiner Zielgruppe. Deine Kunden werden sich über die Möglichkeit freuen, deine Marke besser kennenzulernen.

#7 Werbegeschenke

Die Verteilung von Werbegeschenken oder kostenlosen Proben ist eine tolle Gelegenheit, Verbraucher von deinem Markenimage zu überzeugen und sie näher kennenzulernen. Für die Verteilung von Werbegeschenken bieten sich regionale Events oder Social-Media-Plattformen an.

Bitte die User, für ein kostenloses Produkt den Social-Media-Konten deiner Marke zu folgen oder Freunde zum Mitmachen einzuladen. Einfacher geht’s nicht!

#8 Sei witzig

Wenn in deiner Branche oder Zielgruppe eine kleine Dosis Humor angemessen ist, kannst du deiner Brand durch witzigen und unterhaltsamen Content eine einzigartige Markenidentität verleihen. 

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Lesetipp

Du möchtest mehr darüber wissen, wie du Humor im Social-Media-Marketing optimal einsetzen kannst? Dann lies unseren ausführlichen Artikel Sehr witzig ... Mit Humor zu mehr Erfolg im Social-Media-Marketing.

#9 Nutze konventionelle Anzeigen und Onlinewerbung

Auch die klassische Werbung über Offline-Medien wie Fernsehen, Radio und Plakate ist nicht zu unterschätzen. Einige herkömmliche Werbeanzeigen haben immer noch eine große Reichweite. 

Im Idealfall kombinierst du konventionelle Werbung mit moderner onlinebasierter Werbung. Dadurch kannst du verschiedene Zielgruppen gleichzeitig ansprechen.

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Lesetipp

Mehr zu diesem wichtigen Thema liest du in unserem Text Pull-Marketing erklärt: Den Werbemarkt der Zukunft nutzen.

#10 Veröffentliche Gastbeiträge

Gastbeiträge sind immer noch eine wirkungsvolle Möglichkeit, dir einen Namen in deiner Branche zu machen. Stelle deine Expertise mit hochwertigen und einprägsamen Beiträgen auf anderen Unternehmensblogs bereit, um einen bleibenden Eindruck deiner Brand bei den Lesern zu hinterlassen. 

Fazit

Deine Markenbekanntheit ist ein entscheidender Faktor für deinen unternehmerischen Erfolg. 

Ein hoher Bekanntheitsgrad beeinflusst jeden einzelnen Teil deines Unternehmens, einschließlich der Leadgenerierung und der Kundenakquise. Nutze unsere Best Practices für deine Markenführung und erobere die Herzen deiner Kunden.

Quellen:

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