E-Mail-Marketing: Die besten Beispiele, Strategien und Kampagnen für 2023

Aktualisiert am 12.01.2023
Lesezeit ca. Min.

Weißt du, wie du aus einem Euro gleich 42 Euro machst? Mit E-Mail-Marketing. Obwohl viele Marketer E-Mail-Marketing stiefmütterlich behandeln und als ineffektiv einschätzen, zeichnen Studien ein anderes Bild: E-Mail-Marketing ist weit effektiver als Social Media-Marketing. Doch um zu erreichen, dass dir E-Mail-Marketing einen solchen ROI beschert, musst du es richtig angehen. Deswegen haben wir den folgenden Leitfaden verfasst, der dich über die wichtigsten Voraussetzungen, Möglichkeiten und Trends informiert.

Solltest du überhaupt ins E-Mail-Marketing einsteigen?

Ich spare mir die Lieblings-Marketer-Antwort („Kommt darauf an“) und sage: Ja. Es gibt nur wenige Fälle, in denen E-Mail-Marketing für dich irrelevant ist. Wenn du als Soloselbständiger online nicht aktiv bist, ist der Nutzen gemessen am Aufwand vermutlich gering. Doch sobald du nur ein bisschen Online-Marketing betreibst, ist E-Mail-Marketing für dich geeignet.

Denn E-Mail-Marketing hat als sogenannter „Owned Media-Channel“ einen erheblichen Vorteil vor jeder anderen Art des Online-Marketings: Du hast die Kontrolle. Kein Facebook, das plötzlich deine Reichweite kürzt, kein Google, das immer mehr bezahlte Plätze vor deinen hart erarbeiten Rankings einführt: Du entscheidest, wie du diesen Kanal nutzt.

Mit ein paar Automatisierungs-Tricks kannst du zudem deine Kunden personalisiert und zielgerichtet ansprechen – besser als mit jedem anderen Kanal. Und: Du kannst deine Inhalte von anderen Kanälen in Newslettern verarbeiten. So hast du mit wenig Arbeit zumindest eine Grundlage geschaffen. Das ist dann nicht das Nonplusultra des Online-Marketings, aber es ist ein Anfang und erfüllt seinen Zweck.

4 wesentliche Überlegungen vor dem Start

Schon wenn du eine E-Mail an Kunden oder Interessenten versendest, betreibst du im weitesten Sinne E-Mail-Marketing. Sobald es mehr als ein oder zwei Mails sind, solltest du strategischer an das E-Mail-Marketing herangehen. Die folgenden drei Schritte helfen dir dabei, sinnvolle Grundlagen zu legen:

1) Ziel setzen

Wenn du nicht weißt, was du mit deinem E-Mail-Marketing überhaupt erreichen möchtest, kannst du es nicht zielgerichtet einsetzen. Damit erhöht sich die Gefahr, dass deine Bemühungen erfolglos sind. Du findest sonst nicht das optimale Tool für dich und kannst deine Erfolge nicht sinnvoll überprüfen oder Potential entdecken.

Im schlimmsten Fall gibst du dir viel Mühe mit Newslettern und Automation und am Ende zahlt all das dennoch nicht auf deinen Unternehmenserfolg ein. Wenn du dir Ziele setzt, behältst du die Übersicht und kannst kontrollieren, ob ein bestimmter Schritt dir hilft, deine Ziele zu erreichen.

2) Sinnvolle KPIs wählen

Was möchtest du mit deinem E-Mail-Marketing erreichen und mit welchen KPIs kannst du messen, ob du auf einem guten Weg bist? Du solltest dir im Vorfeld überlegen, was überhaupt dein Ziel ist und wie du messen kannst, ob du es erreichst. Auf diese Weise kannst du objektiv bewerten, ob deine Aktivitäten dir dabei helfen, deine Unternehmensziele zu erreichen.

3) Kampagnen einrichten

Mit zielgerichteten Kampagnen erreichst du deine Zielgruppe noch besser. Wenn du für sie Kampagnen entwickelst, musst du nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Du kannst Kampagnen verwenden, um deine idealtypischen Kunden dort in der Customer Journey zu erreichen, wo sie gerade sind. Mithilfe von Newsletter-Tools kannst du den Versand deiner E-Mails automatisieren, sodass sich der Aufwand in Grenzen hält, sobald du die Kampagne einmal eingerichtet hast.

4) Tool finden

Spätestens dann, wenn deine Kontaktliste eine dreistellige Anzahl an E-Mail-Adressen aufweist, solltest du dich nach einem Tool umsehen, das dir beim Newsletter-Versand hilft. Wenn du definiert hast, was deine Ziele sind und wie du sie erreichen möchtest, findest du leichter ein Tool, das dir dabei helfen kann. Die Auswahl ist nämlich groß.

Tools nehmen dir nicht nur viel Arbeit ab. Sie helfen dir auch dabei, deinen Erfolg zu überprüfen und dein E-Mail-Marketing auf der Grundlage von Daten zu optimieren. Deswegen ist ein Tool unerlässlich und du solltest es eher früher als später einsetzen.

So erhöhst du deine Abonnentenzahl

Je mehr Abonnenten du hast, umso effektiver ist dein E-Mail-Marketing. Deswegen solltest du gezielt dafür sorgen, dass du so viele Abonnenten wie möglich hast. Sie sollten sich für dein Angebot allerdings auch tatsächlich interessieren. Über die Jahre passiert so ein Wachstum bei einer erfolgreichen Online-Marketing-Strategie fast von allein. Es gibt Mittel und Wege, die Zahl der Abonnenten schneller zu erhöhen.

Newsletter: Egal welche Kampagnen du fährst oder welche Aktion dir beim Anwerben von Abonnenten helfen soll: Du darfst nicht vernachlässigen, deinen Interessenten und Kunden auf deiner Website und deinen Social Media-Kanälen immer wieder die Möglichkeit zu geben, sich für den Newsletter anzumelden. Dieser Tipp klingt profan – und wird dennoch oft vernachlässigt.

Dabei sollte dein Kunde mit so wenig Klicks wie möglich in die Lage versetzt werden, deinen Newsletter zu abonnieren. Als Standard gilt deswegen ein Anmeldeformular im Footer und auf der Startseite. Doch du solltest nicht davor zurückschrecken, das Anmeldeformular in deinen beliebtesten Blog-Beiträgen einzubauen oder auch mal per Pop-Up erscheinen zu lassen. Klar: Pop-Ups nerven. Deswegen solltest du diese Möglichkeit vorsichtig umsetzen. Doch sie konvertieren besser als fast jede andere Option, sodass du sie auch nicht völlig meiden solltest.

Es ist wichtig, dass du möglichen Interessenten direkt zeigst, dass es sich für sie lohnt, den Newsletter zu abonnieren. Das bedeutet, dass deine Abonnenten einen Vorteil haben sollten, den sie nur über den Newsletter erhalten. Das können beispielsweise Rabatte sein, aber auch ein früherer Zugang zu neuen Artikeln, Gewinnspiele oder andere Features, die du anbieten kannst.

Wenn du zudem auf deinen Social Media-Kanälen regelmäßig erwähnst, welche Vorteile Newsletter-Abonnenten haben, wird es für deine Follower attraktiver, deinen Newsletter zu abonnieren.

Gutscheine und Freebies: Außerdem hast du die Möglichkeit, Interessenten zu ködern. Wie? Mit Dingen, die sie haben wollen. Mit einem 5 Euro-Gutschein für die nächste Bestellung stärkst du etwa die Kundenbindung. Oder du gibst sogenannte Freebies heraus. Dabei handelt es sich meist um Informationen, die für deine Interessenten einen wirklichen Mehrwert bieten. Der Vorteil ist hier, dass du auch Interessenten erreichst, nicht nur Kunden. Möglich sind beispielsweise:

  • Ein kleiner Kurs per E-Mail
  • E-Books
  • Branchenstudien
  • Kostenfreie Erstberatungen

Natürlich lässt sich das sehr leicht auf deine Branche anpassen. Ein Künstler könnte einen Song zum kostenfreien Download zur Verfügung stellen, eine Bäckerei oder ein Restaurant ein „geheimes Rezept“ anbieten oder ein Physiotherapeut ein Übungsblatt oder einen Video-Massagekurs. Wichtig ist, dass das Freebie zur Branche passt und für den Interessenten einen Mehrwert bietet, der ihn interessiert.

Gewinnspiele: Eine weitere Möglichkeit, die häufig zur Gewinnung von mehr Newsletter-Abonnenten genutzt wird, sind die Gewinnspiele. Im Vergleich zu den beiden anderen Möglichkeiten (Freebies und Gutscheine) ist hierbei das Problem, dass sich viele Abonnenten melden werden, die an deinen Produkten nicht mehr interessiert sind, sobald sie Geld kosten. Deswegen sind die Streuverluste hier oft hoch und viele werden sich direkt wieder abmelden.

Auch bei der Anmeldung für den Newsletter kann es sich lohnen, mit Social Proof zu arbeiten, um die Conversion Rate zu erhöhen. Wenn du stolz auf deine Abonnentenzahl bist, sag Interessenten ruhig, wie viele sich für diesen Service entschieden haben oder werbe mit Testimonials. Verzichte außerdem auf zu ausufernde Formulare. Es gilt die Grundregel, dass mit jedem zusätzlichen Eingabefeld die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass ein Interessent zum Lead wird – selbst dann, wenn die einzelnen Felder freiwillig ausgefüllt werden können.

Tipps, wie du deine Zustellungsrate verbesserst

Du hast jetzt genug Abonnenten und musst nur dafür sorgen, dass sie deinen Newsletter lesen wollen und können. Um dieses Ziel zu erreichen, musst du zuerst sichergehen, dass deine Zustellungsrate hoch genug ist.

Wie viele E-Mails bei deinen Abonnenten im Postfach landen, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Das richtige Newsletter-Tool

Bei der Auswahl deines Newsletter-Tools solltest du beachten, wie hoch dessen Zustellungsrate ist. Es gibt diverse Programme, die es ermöglichen sollen, seriöse Absender zu identifizieren. Es ist sinnvoll, wenn dein Newsletter-Tool in entsprechenden Vereinigungen Mitglied ist, damit die Mails nicht von vornherein als Spam herausgefiltert werden.

Nutze eine „saubere“ Liste

Ein Stück weit hast du es selbst in der Hand, nicht im Spamordner zu landen. Ein erster wichtiger Schritt ist, nur den Menschen zu schreiben, die eine E-Mail von dir erhalten wollen. Du solltest also nur „saubere“ E-Mail-Liste verwenden und dir keine Abonnenten kaufen, die nie von dir gehört haben. Wer per Double-Opt-in bestätigt hat, dass du ihm E-Mails schicken darfst, erfüllt diese Voraussetzung.

Nicht verdächtig wirken!

Zudem solltest du spamverdächtige Wörter vermeiden. Wenn du deine E-Mails seriös formulierst, bist du nicht gefährdet, im Spam-Ordner zu landen. Zwischen einem schönen Call to Action und einer spamverdächtigen Betreffzeile kann der Grat jedoch schmal sein. Deswegen solltest du von Zeit zu Zeit die Listen der Spamwörter prüfen und die entsprechenden Wörter in der gesamten Mail vermeiden. Außerdem bieten manche Newslettertools einen Spamcheck an, mit denen du unkompliziert prüfen kannst, wie hoch die Spamordner-Gefahr für deine Mail ist.

Auch solltest du auf Anhänge verzichten, solange sie nicht notwendig sind. Auf diese Weise sinkt das Risiko, dass E-Mail-Programme deine Nachricht sogar für gefährlich halten.

Gib deinen Abonnenten keinen Grund, dich als Spam zu markieren

Du solltest es deinen Abonnenten so leicht wie möglich machen, dich wieder zu deabonnieren. Außerdem ist es sinnvoll, sie in einer Willkommens-E-Mail darum zu bitten, dich einfach wieder zu deabonnieren, wenn sie kein Interesse (mehr) am Newsletter haben und dich bis dahin auf eine Whitelist zu setzen.

Nur geöffnete E-Mails sind gute E-Mails

Die E-Mails landen zuverlässig in den Postfächern deiner Empfänger? Dann beginnt jetzt der schwerste Teil: Eine hohe Öffnungsrate zu erzielen.

„Newsletter“ ist out

Du solltest die Wirkung von Header und Betreffzeile nicht unterschätzen: Beide sind entscheidend dafür, wie häufig dein Newsletter geöffnet wird. Betreffzeilen wie „Newsletter September 2020“ wird kaum einen Abonnenten motivieren, die Mail zu öffnen. Besser ist es, wenn du deinen Lesern mitteilst, worauf sie neugierig sein können und deinen spannendsten Inhalt oder den größten Vorteil schon im Betreff anteaserst. Am besten verwendest du das Wort „Newsletter“ gar nicht: Es nimmt nur unnötig Platz weg. Wenn es unbedingt sein muss, bring es im Header unter.

Sende regelmäßig die richtigen Inhalte

Außerdem ist es für die Entwicklung der Öffnungsrate wesentlich, dass dein Newsletter einen Mehrwert für deine Leser hat. Auf diese Weise ist es wahrscheinlicher, dass deine nächste Mail geöffnet wird.

Regelmäßigkeit ist ein weiterer wichtiger Faktor bei den Öffnungsraten. Haben deine Empfänger schon wieder vergessen, dass sie sich für deinen Newsletter angemeldet haben, wenn sie die erste E-Mail von dir erhalten? Dann werden sie deine Mail für Spam halten. Wenn du regelmäßig Mails verschickst, bleibst du im Kopf. Auch dann, wenn sie Produkte oder Dienstleistungen kaufen wollen, die du anbietest. Gerade dann, wenn Branding dein primäres Ziel ist, ist ein regelmäßiger Newsletter Mindestvoraussetzung.

Versende deine Mails zum besten Zeitpunkt

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist der Versandzeitpunkt deiner Mails. Es gibt Zeiträume, in denen deine E-Mail eine weitaus größere Wahrscheinlichkeit hat, gelesen und geöffnet zu werden. Wann diese sind, hängt allerdings von Branche und anderen Faktoren ab. Es lohnt sich deswegen, individuell für deinen Newsletter zu testen, wann deine Abonnenten ihn öffnen.

Als grobe Faustregel: Meistens ist der Zeitraum zwischen 9-16 Uhr geeignet. Denn das Problem bei Abend- oder Nachtzeiten: Bis der Abonnent in sein Postfach schaut, sind weitere E-Mails eingetroffen und die Aufmerksamkeit teilt sich auf viele Mails auf.

Testen, testen, testen!

Wenn du erfolgreiches E-Mail-Marketing betreiben möchtest, sind Tests dein bester Freund. Wenn ich oben erwähnt habe, dass du ansprechende Betreffzeilen finden und zur besten Uhrzeit senden solltest, fragst du dich als Einsteiger möglicherweise, wie du das am Besten machen kannst. Die Lösung sind sogenannte Split-Tests oder A/B-Tests. Viele Newsletter-Tools helfen dir bei der Umsetzung solcher Tests, sodass du keine Programmierkenntnisse dafür benötigst.

Ein Split-Test läuft so ab:

  1. Du erstellst zwei fast identische Newsletter. Sie weichen nur in einem Punkt voneinander ab: Beispielsweise nutzen beide verschiedene Betreffzeilen. 
  2. Dein Newsletter-Tool versendet an ein Testgruppe beide Newsletter.
  3. Du analysierst Daten wie Öffnungsdaten oder CTR und findest so denjenigen heraus, der besser abschneidet.
  4. Du versendest den besseren Newsletter an die restlichen Abonnenten.

Teilweise erledigen die Tools das Versenden nach dem Test für dich sogar schon automatisch, sodass du den Test nur einrichten musst und dann keine Arbeit mehr hast. Du solltest trotzdem nachsehen, welche Variante gewonnen hat. So erhältst du ein besseres Gespür dafür, was deine Zielgruppe bevorzugt.

Mit Split-Tests kannst du die verschiedensten Eigenschaften deiner E-Mails auf den Prüfstand stellen. Deswegen würde ich dir empfehlen, niemals einen Newsletter ohne einen Splittest zu versenden. Von Farben über die Formulierung der CTA bis hin zur Attraktivität von Gutscheinen oder der Relevanz von Inhalten kannst du unglaublich viel testen und dein Wissen nutzen, um die perfekten Newsletter zu erstellen. A/B-Tests sind dein Schlüssel dazu, um herauszufinden, was deine Kunden von deinem Newsletter wollen und wie du Abonnenten in (wiederholte) Käufer verwandelst.

Allerdings haben Split.Tests durchaus Schwächen: Wenn du mehr als eine Änderung vornimmst, kannst du nicht mehr eindeutig sagen, warum eine Variante besser ankommt als die andere. Das macht A/B-Tests aufwändig. Nicht jedes Newsletter-Tool erlaubt dir zudem, mit einer C-Version noch eine dritte Variante zu testen.

Der größte Nachteil: Du musst genügend Newsletter-Abonnenten haben, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Wenn deine Datenmenge zu klein ist, sind die Daten nicht belastbar genug, weil der Zufall eine zu große Rolle spielt. Deswegen lohnen sich solche Split-Tests für dich erst ab einer vierstelligen Abonnentenzahl. Je mehr Empfänger, umso aussagekräftiger sind die Ergebnisse.

icon

Split-Tests helfen überall

Split-Tests kannst du bei der Generierung deiner Newsletter-Liste nutzen. Google Optimize ist ein kostenfreies Tool, mit dem du auf deiner Website unkompliziert A/B-Tests durchführen kannst. So kannst du mit der Formulierung von CTAs oder ihrer Gestaltung und Platzierung experimentieren und so deine Leadgenerierung optimieren.

Newsletter für das Smartphone optimieren

Viele Unternehmen schicken Newsletter raus, ohne zu hinterfragen, ob und wie dieser beim Kunden ankommt. Dabei ist die Nutzererfahrung mit den Newsletter entscheidend, um die Ziele zu erreichen. Immer mehr E-Mails werden auf dem Smartphone angesehen.

Das sollte sich in deinem Newsletter widerspiegeln. Du musst damit rechnen, dass deine Mail auf einem kleinen Touchscreen dargestellt wird. Das bedeutet, dass du mit weniger Text und größeren Buttons arbeiten musst.

Du musst außerdem darauf achten, dass dein Newsletter so geringe technische Voraussetzungen wie möglich erfordert und die Datenmenge so klein wie möglich ist. Große Bilder, die nicht für die mobile Nutzung optimiert sind, lassen sich unterwegs nicht abrufen und somit nicht darstellen. Oder sie fressen das Datenvolumen deiner Empfänger auf. Wenn sie deinen Newsletter als Schuldigen ausmachen, wirst du deabonniert.

Wichtig ist zudem, dass du auf ein einspaltiges Design zurückgreifst, weil die Darstellung auf kleinen Bildschirmen einfach besser ist. Die meisten Newsletter-Tools übernehmen die Anpassung für dich dank responsivem Design inzwischen automatisch. Du solltest die Darstellung dennoch auf verschiedenen Bildschirmen testen. Möglich ist das ohne die entsprechenden Geräte beispielsweise über die Webdeveloper-Tools in Google Chrome.

Personalisierung als Conversion-Treiber

Ein Lebensmittel-Lieferdienst informiert mich, dass ich im letzten Halbjahr 30 Kilogramm Einkäufe nicht die Treppe hochtragen musste. Mein Online-Fitnessstudio teilt mir jede Woche mit, wie häufig ich in der Vorwoche trainiert und wie viele Kalorien ich dabei verbrannt habe.

Wie die meisten Menschen zähle ich zu denjenigen, die solche Statistiken so interessant finden, dass sie die E-Mails öffnen, ihre Kundenbindung zum Unternehmen dadurch stärken und die motivierter sind, die Dienstleistung weiter zu nutzen.

Beide Beispiele zeigen, wie geschickt Unternehmen die Personalisierung heute nutzen und wie effektiv sie die Kundenbindung damit verbessern. Personalisierung ist schon lange nicht mehr nur, jemanden mit seinem Vornamen anzusprechen und ihm zum Geburtstag einen Gutschein zu schicken.

Wenn du einen Shop hast, kannst du Kunden konkrete Angebote zum Up- oder Cross-Selling machen, die auf seinem letzten Einkauf basieren. Wenn du einen Blog hast, kannst du deinen Newsletter auf die Artikel zuschneiden, die ein Interessent zuletzt angesehen hat. Wenn du Dienstleister bist, kannst du den konkreten Nutzen in Zahlen darstellen, den der Kunde durch dich hatte. All dies ist inzwischen automatisiert möglich und erhöht den Wert deines Service für den Kunden erheblich.

Es ist kein Wunder, dass Personalisierung inzwischen seit Jahren ein Trendthema ist, das aus dem E-Mail-Marketing einfach nicht verschwinden will. Doch so mächtig es für dich sein kann, deine Angebote zu personalisieren: Du musst dabei den Datenschutz beachten und möglichst auffällig die Erlaubnis einholen, die Daten entsprechend zu verwenden. Sonst fühlen sich deine Kunden möglicherweise sogar auf den Schlips getreten, wenn du ihnen auf diese Art zeigst, was du von ihnen weißt.

Automatisierte Kampagnen erleichtert dir die Arbeit

Viele Tools ermöglichen es inzwischen, Kampagnen zu automatisieren. Das nimmt dir jede Menge Arbeit ab und hilft dir dabei, Kunden dann anzusprechen, wenn es besonders vielversprechend ist. Automatisierte Kampagnen lassen sich für unterschiedliche Bereich generieren.

Wichtig ist, dass du dir überlegst, an welchem Punkt der Customer Journey sich der Kunde befindet, für den du eine Kampagne einrichtest.

Es gibt verschiedene Gründe, eine Kampagne einzurichten:

  • Anlässe wie Geburtstag, Jubiläen, Feiertage
  • Willkommens-E-Mail mit Neukundenrabatten, Gutscheinen, Produktvorstellungen
  • Regulärer Newsletter
  • Reaktivierung nach Warenkorbabbrüchen, Bestellpausen
  • Bewertungsanfrage, Produktbewertung und Feedback nach dem Kauf

Die Herausforderung dabei ist, dass nicht jeder Kunde zu jedem Zeitpunkt kaufbereit ist und sich für verschiedene Inhalte interessiert. Eine Kampagne kannst du deswegen am besten gestalten, wenn du dir vergegenwärtigst, in welcher Situation ein Kunde gerade ist. Will er schon kaufen oder möchte er Informationen? Würde er sich jetzt über Angebote oder Gutscheine freuen oder solltest du ihm später eine E-Mail schreiben, wenn er dich besser kennt?

Einiger Anbieter ermöglichen es dir zudem, mit einem Scoring-System zu arbeiten. Dann kannst du Punkte für Aktionen verteilen, die ein E-Mail-Empfängern durchführt. Je mehr er mit deinen Diensten interagiert, umso höher wird sein Score und umso wahrscheinlicher ist es, dass er bei dir (noch einmal) kauft.

Solche Scoring-Systeme sind deswegen optimal, weil du die Customer Journey im Blick behältst und Schwachstellen in deinem Online-Marketing entdeckst. Punkte, an denen wenige Leads in die nächste Scoring-Stufe eintreten, sind immer eine genauere Betrachtung wert. Entweder die Conversion Rates lassen sich hier optimieren oder du weißt, dass deine Leads an dieser Stelle Zeit und Pflege benötigen, bevor sie in die nächste Stufe eintreten. Du kannst mit diesen Systemen viel über deine Kunden lernen und solltest sie deswegen nutzen, wenn dein Budget dies erlaubt.

Inhalte des Newsletters optimieren – Hacks für kleine Unternehmen

Die Königsdisziplin im E-Mail-Marketing ist es, deinen Kunden die Inhalte zu bieten, die sie haben möchten. Sie müssen einen wirklichen Mehrwert bieten und sollten dazu führen, dass dein Kunde sie anklickt. Doch gerade für kleinere Unternehmen ist es schwer, solche Inhalte in Masse zu produzieren. Regelmäßige Newsletter zu versenden und dabei Mehrwert zu bieten, wird schnell unmöglich. Doch es gibt Möglichkeiten, beides unter einen Hut zu bekommen.

Setz dir kein starres Ziel

Du hast nicht genügend Neuigkeiten zu verkünden, um dein „vier Artikel je Newsletter“-Ziel zu erfüllen? Dann passt die Vorgabe nicht zu dir. Es gibt keinen Grund, regelmäßig vier Artikel im Newsletter zu behandeln. Hast du nur zwei gute Artikel, verlinke nicht zwei weitere mittelmäßige und überzeuge durch Qualität statt Quantität. Dadurch verbessert sich nicht zuletzt die Nutzererfahrung mit deinem Newsletter.

Kuratiere Artikel

Du musst nicht zwangsweise der Urheber des Contents sein, den du teilst. Wenn du im Web einen Artikel entdeckst, der dich überzeugt, kannst du ihn mit deinen Newsletter-Empfänger teilen. Vorsichtig solltest du mit branchenfremden Inhalten sein: Das Katzenvideo, das dich noch beim zehnten Anschauen zum Lachen bringt, ist in den meisten Newslettern fehl am Platz.

Verwerte alte Artikel

Oft ist es auch aus SEO-Sicht wesentlich sinnvoller, alte Artikel zu updaten, anstatt neue zu schreiben. Auch in deinem Newsletter kannst du alte Artikel erneut behandeln. Es sollte sich um Evergreen-Content handeln, den du auf den neuesten Stand gebracht hast.

Gutscheine ziehen immer

Du hast keine Neuigkeiten? Dann halte deine Newsletter-Abonnenten zumindest mit einem geldwerten Vorteil bei Laune.

Fasse dich kurz

Beschränke dich auf das Wesentliche. Viele Newsletter-Abonnenten verzeihen kurze E-Mails oder schätzen sie sogar.

Mach aus der Not eine Tugend

Bislang hast du lange Newsletter verfasst und nur diesmal fehlen dir die Inhalte? Mach aus der Not eine Tugend und aus der kurzen E-Mail einen Test: Bitte deine Empfänger um Feedback (je länger die Empfängerliste, umso sinnvoller ist ein Formular) und nutze die Chance, um herauszufinden, ob der kurze Newsletter gut ankommt. Übrigens: Die 5 besten Tools, um großartige Online-Formulare zu erstellen, findest du hier.

Verwerte andere Kanäle

Du vernachlässigst deine Website, aber bist auf Facebook aktiv? Wenn es für deine Interessenten relevant ist, kannst du längere Beiträge oder Aktionen ruhig im Newsletter erwähnen.

Wenn du deine Empfängerliste nur kurz ist, fällt für dich die Möglichkeit weg, mit A/B-Tests zu ermitteln, wie du deinen Newsletter weiter verbessern kannst. Doch das bedeutet nicht, dass du keine Möglichkeiten hast, herauszufinden, wie du ihn optimieren kannst.

Du kannst dir direktes Feedback einholen und auf diese Weise viel mehr über die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden erfahren, als jeder A/B-Test es könnte. Du solltest diese Möglichkeit nutzen und deine Empfänger regelmäßig dazu auffordern, mit dir in Kontakt zu treten. Vergiss jedoch nicht, ihre Mühe anzuerkennen und freundlich auf Feedback zu reagieren! Eine kleine (unangekündigte) Belohnung kann den Kunden stark an dich binden.

Fazit: E-Mail-Marketing hat Kundenbedürfnis im Fokus

Wie du E-Mail-Marketing richtig einsetzt, hängt nicht zuletzt davon ab, welche Möglichkeiten du hast. Wenn du ein gutes Online Marketing-Budget hast, kannst du dir ein hochwertiges Tool suchen und dort nach Herzenslust automatisieren und optimieren. Wenn dein Unternehmen kleiner ist und/oder andere Prioritäten setzt, musst du wahrscheinlich erst einmal mehr Budget freikämpfen. Sorge dann dafür, dass du mit Monitoring sicherstellst, dass du den Erfolg von E-Mail-Kampagnen für deine Vorgesetzten sichtbar machst.

Egal welche Möglichkeiten dir zur Verfügung stehen: Beim E-Mail-Marketing geht es darum, den Lead mit den Inhalten und Anreizen zu versorgen, wenn er sie haben möchte. Deswegen solltest du immer darauf achten, dass der Newsletter oder die Kampagne deinen Kunden nutzt.

Ich empfehle deswegen, das E-Mail-Marketing nicht nur strategisch anzugehen und deine Unternehmensziele zu definieren, sondern zusätzlich mit einem Modell zu arbeiten, das auf den Kundennutzen abzielt. Welches das nun ist, ob Customer Journey, Customer Lifecycle oder Empathy Maps, ist dabei nicht wichtig, solange du das Verhalten beobachtest und deine Kampagnen auf dieser Grundlage optimierst.

Quellen:

Weitere Artikel