Instagram-Marketing: Strategien und Tipps für erfolgreiche Stories

Aktualisiert am 09.02.2023
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Instagram Stories bestehen quasi aus mehreren Posts – entweder Fotos, Illustrationen, Texten oder Videos. Sie stellen einen weiteren Beweis dafür dar, wie schnell sich Social Media-Plattformen verändern und damit das gesamte Marketing-Spiel beeinflussen können.

Social Media-Marketing muss sich entsprechend weiterentwickeln, neue Strategien konzipieren und alte anpassen. Und zwar schnell, um die neuesten Trends nicht zu verpassen.

Eine wichtige Grundregel ändert sich jedoch auch mit den Instagram Stories nicht: Marken-Accounts sollten User und Follower persönlich ansprechen. Und Instagram bleibt auch mit seinen Stories weiterhin eines der besten Social Media-Portale für diesen Zweck.

Warum sind Instagram Stories essentiell für das Social Media-Marketing?

Etwa 1 Milliarde Nutzer sind bei Instagram monatlich aktiv. Bei 500 Millionen davon handelt es sich um User, die täglich Instagram Stories in der ein oder anderen Form verwenden. Das macht das Portal zu einer Art Goldader für Social Media-Manager.

Du kannst deinen Followern, potenziellen Kunden oder Besuchern deines Profils einen noch direkteren und authentischeren Einblick in dein Unternehmen bieten. Stell dein Unternehmen noch einmal in einem völlig neuen Licht dar. Außerdem steht dir mit der Mischung aus Bewegt- und Standbild-Elementen ein zusätzlicher Weg für die Präsentation deines Produkts oder deiner Dienstleistung offen.

Stories verhelfen deinem Instagram-Auftritt zu einer neuen Dynamik. Sie können Witz, aber auch Ernsthaftigkeit enthalten und deinem Produkt oder deiner Marke mehr Menschlichkeit verleihen. 

Instagram Story-Formate: Fotos, Text und Videos 

Bei der Erstellung von Stories stehen dir verschiedene Formate zur Verfügung. Du kannst Fotos, Texttafeln oder Videos erstellen. Die ersten beiden Optionen sind für bis zu sechs Sekunden und die letzte Möglichkeit für 15 Sekunden zu sehen.

Jedes dieser Formate hat sicherlich seine Vorteile. Bei der Auswahl kommt es jedoch darauf an, welche dieser Optionen sich am besten für das Verbreiten deiner Marketingbotschaft eignet. Meistens führt eine Kombination dieser Elemente zum gewünschten Ergebnis.

Tipps für die Veröffentlichung von Instagram Stories

Wie bei anderen Social Media-Marketing-Aktivitäten solltest du auch Instagram Stories nicht plan- und strategielos veröffentlichen. Vor allem dann, wenn du eine Marke oder ein Unternehmen repräsentierst, ist eine sorgfältige Content-Planung notwendig. Beachte folgende Regeln.

Entwickle einen Stil und eine Markenidentität für deine Stories

Instagram Stories sollten möglichst einen eigenen Stil besitzen und die Identität deiner Marke oder deines Unternehmens widerspiegeln. Dies erreichst du mit der individuellen Gestaltung von Schriftarten, mit Filtern, Farben und Hintergründen.

Suche nach geeigneten Themen

Denk darüber nach, welche Themengebiete du abdecken möchtest. Außerdem solltest du festlegen, auf welche Weise du diese Themen behandeln möchtest. Ein gewisser Unterhaltungswert darf neben wichtigen Informationen nicht fehlen. Schließlich sollen sich deine Zuschauer nicht langweilen. Allerdings sollte die Darstellung dem Thema angemessen sein.

Stecke dir Ziele

Planst du, den Verkauf anzukurbeln? Geht es dir darum, die Bekanntheit und Popularität deiner Marke zu steigern? Suchst du nach neuen Followern und nach neuen Wegen, mit ihnen in Kontakt zu treten? Hast du ein klares Ziel vor Augen, fällt es dir auch leichter, deine Story zu konzipieren, danach auszurichten und einen Call to Action zu formulieren.

Organisiere alles Notwendige für die Produktion

Kümmere dich rechtzeitig um alle organisatorischen Fragen. Benötigst du eine Drehgenehmigung, hole diese pünktlich ein. Möchtest du mit einem prominenten Influencer bzw. Markenbotschafter kooperieren, stelle früh genug alle notwendigen Anfragen. Benötigst du einen Schauspieler, setze ein Casting an.

Spanne einen roten Faden für deine Geschichte

Instagram Stories tragen ihre Bezeichnung nicht ohne Grund. Du erzählst eine Geschichte mit einem Anfang, einen Mittelteil und einem Ende. Produzierst du eine Erzählung über ein bestimmtes Event, hilft ein solcher roter Faden. Du kannst gezielter Fotos und Videoaufzeichnungen machen, die für deine Story wichtig sind. Du lässt dein Publikum damit von Anfang bis zum Ende an der Veranstaltung teilhaben.

Bei der späteren Zusammenfügung musst du nicht unbedingt dem Ablauf der Veranstaltung folgen. Lass deine Kreativität bei der Gestaltung deiner Geschichte spielen. Diese soll später dynamisch, spannend und interessant wirken.

Erstelle einen Zeitplan für deine Veröffentlichungen

Die besten Veröffentlichungszeitpunkte sind oftmals branchen- und zielgruppenabhängig. Manche Momente eignen sich besser als andere. Eventuell ist deine Zielgruppe an Wochenenden empfänglicher für deine Botschaft. Oder direkt am Montagmorgen. Überlege und forsche also nach, wann deine Zuschauer am aktivsten sind.

Bestimme außerdem die zeitlichen Abstände, innerhalb derer du deinen Content veröffentlichen möchtest. Schätze dabei jedoch deinen Produktionsnachschub realistisch ein. Bedenke ferner, dass sich deine Stories nur 24 Stunden auf Instagram befinden.

Biete deinen Followern Abwechslung

Auch wenn du mit deinen Instagram Stories dein neues Produkt anpreisen oder Umsatz generieren möchtest, sollte das Publikum nicht ständig das Gefühl haben, dass du etwas verkaufen möchtest. Biete daher Abwechslung.

Hier einige Vorschläge, wie du Variation in deine Stories bringen kannst:

  • Produziere witzige Videos mit sympathischen Patzern, lustigen Dialogen oder Situationskomik
  • Zeige die menschliche Seite deines Unternehmen, interviewe z. B. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Lass dein Publikum einen Blick hinter die Kulissen deiner Firma werfen – wie wird dein Produkt hergestellt? Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
  • Gib deinen Zuschauern praktische Tipps oder Anleitungen, damit sie ein Problem lösen oder ihr Leben einfacher, komfortabler und schöner gestalten können
  • Beantworte eine oder mehrere Fragen, die in deiner Branche häufig vorkommen

Du kannst selbstverständlich auch diese verschiedenen Möglichkeiten innerhalb einer Instagram Story kombinieren.

Poste regelmäßig

Je regelmäßiger du Geschichten produzierst, desto größer sind die Chancen auf mehr Reichweite. Neue Stories landen direkt an der Spitze des Feeds deiner Follower. Instagram erlaubt dir auch, die Veröffentlichung deiner Stories vorauszuplanen. Produziere Stories also ruhig vor, wenn du entsprechende Ideen hast. Es wird dir leichter fallen, die Kontinuität der Veröffentlichungen aufrecht zu erhalten.

Beschäftige Influencer

Influencer sind hilfreich, wenn du schnelles Wachstum anstrebst. Mit ihnen steht dir häufig eine vollkommen neue und wahrscheinlich auch größere Gefolgschaft sowie potenzielle Kundschaft offen.

Das müssen nicht immer Prominente mit einer riesigen Anzahl von Followern sein. Gelegentlich reichen auch Einflussnehmer mit einer kleinen Community aus, die vielleicht genau mit der Zielgruppe oder Nische in Kontakt stehen, die für dich und dein Unternehmen relevant sind.

Folgende Influencer-Kategorien mit entsprechenden Follower-Zahlen gibt es:

  • Prominente (mehr als 1 Millionen Follower)
  • Macro-Influencer (zwischen 500.000 und 1 Millionen Follower)
  • Middle-Influencer (zwischen 100.000 und 500.000 Follower)
  • Micro-Influencer (zwischen 1.000 und 100.000 Follower)

Mit vielen kannst du eine Partnerschaft in der ein oder anderen Form eingehen. Diese muss nicht immer finanzieller Natur sein. Vielleicht reicht auch schon ein Produkt, das du kostenfrei zu Testzwecken zur Verfügung stellst und das interessant für den Influencer sowie dessen Gefolgschaft sein könnte. Die Produktion einer entsprechenden Instagram Story übernimmt der Influencer selbst. Oder ihr arbeitet gemeinsam daran.

Eine andere Möglichkeit stellt der sogenannte Takeover (deutsch: Übernahme) dar. Hierbei übernimmt die ausgesuchte Person z. B. für einen Tag deinen Social Media-Channel und kreiert dafür Instagram Stories. Setze deine Follower aber am besten zuvor davon in Kenntnis. Somit entsteht keine Verwirrung und du schürst Erwartungen und Vorfreude.

Hast du eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung aufgebaut, kann der nächste Schritt eine Verlinkung zu deinem Produkt oder Service sein. Als zusätzlichen Anreiz für die Follower des Influencers könntest du z. B. einen Gutscheincode oder einer anderen Art von Rabatt zur Verfügung stellen, solange dies deinen Umsätzen nicht schadet. Ein Gewinnspiel kann ebenfalls ein effektiver Weg sein, um mit neuen Kunden in Kontakt zu treten.

Anstatt an Influencer heranzutreten, lasse sie zu dir kommen. Veranstalte ein Casting für einen Marketingbotschafter für deine Instagram Story und lass die Kandidaten vorsprechen. Welche Kriterien sie erfüllen müssen, kannst allein du bestimmen. Bleib aber flexibel genug, um dich überraschen zu lassen und eine andere Richtung einzuschlagen, falls diese für deine Marke Sinn ergibt.

Achtung: Wichtig ist, dass Marke und Influencer zusammenpassen oder eventuell sogar Teil deiner Zielgruppe sind. Das würde nämlich die Chancen erhöhen, dass auch deren Follower an deinem Produkt interessiert sind. Stell also schon vorher ein paar Recherchen an. Ermittle dabei, ob du deine Marke wirklich mit dieser Person assoziieren möchten und deren Ansichten mit deiner Unternehmensphilosophie übereinstimmen. Kontroverse Persönlichkeiten können deiner Marke helfen, aber auch schaden.

Füge Links ein

Gut erzählte Instagram Stories sollen bestenfalls zur Leadgenerierung und Conversion führen. Verlinkungen sind dafür essentiell. Instagram Stories bieten zu diesem Zweck die „Swipe-Up“-Linkfunktion.

Leite deine Zuschauer zu deiner Webseite, deinem Blog, einem wichtigen und aktuellen YouTube-Video, zu deinem E-Book bei Amazon oder auf deine Verkaufsseite weiter. Du darfst dich auch für eine völlig andere Seite entscheiden, auf der Follower und Besucher auf einer tieferen Ebene mit dir und deiner Marke interagieren können.

Du kannst jedenfalls so oft du möchtest frischen Content ohne Umwege anbieten. Deine Fans müssen nicht erst deine Webseite mühevoll suchen. Impulskäufe förderst du mit der Story-Verlinkung ebenfalls.

Tipp: Wenn du für deinen Link bzw. für die Swipe Up noch ein aufmerksamkeitsheischendes GIFs nutzt, kannst du vielleicht mit noch mehr Conversions rechnen. Solche GIFs lassen sich auch für deine Zwecke zuschneiden und designen. Mehr dazu liest du in unserem Artikel “How to: Animierte GIFs in Photoshop erstellen”.

Einen Haken hat die ganze Sache jedoch: Du benötigst einen blauen Haken, um Links setzen zu können. Dieser bedeutet nämlich, dass du von Instagram verifiziert wurdest. Sollte das vorerst nicht möglich sein, musst du für eine Verlinkung über 10.000 Follower haben.

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Wie erhältst du eine Verifizierung?

Instagram ist nicht gerade transparent, wenn es um den Prozess der Verifizierung geht. Grob gesagt musst du eine Person des öffentlichen Lebens sein oder dein Account muss eine bekannte Marke bzw. ein namhaftes Unternehmen repräsentieren, damit du die damit verbundenen Vorzüge genießen kannst.

Primär bestätigt die Verifizierung, dass das repräsentierte Unternehmen oder die Person wirklich hinter dem jeweiligen Account steckt. Schließlich sind auch bei Instagram viele Fake-Profile unterwegs. Es kommt hierbei also nicht notwendigerweise auf die Followerzahl an.

Instagram Ads – klassische Werbung in einem neuen Format

Werbung hat bzw. Instagram Ads haben sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Instagram-Landschaft entwickelt. Das trifft auch auf Werbung bei Instagram Stories zu. Die Ads, die du hier schalten kannst, unterscheiden sich formattechnisch nicht unbedingt von der typischen User-produzierten Instagram Story.

Normalerweise beginnt die nächste Instagram-Geschichte, sobald die davor zu Ende ist. Instagram Ads fungieren inzwischen als Trenner zwischen diesen Stories. Sie fügen sich aber meistens sehr organisch ein, sodass sie auch nicht sonderlich stören. Allerdings macht Instagram kenntlich, dass sie gesponsert werden. Oftmals fallen sie auch durch aufwendige (und kostspielige) Produktionswerte auf.

Dein Ziel sollte sein, Werbung zu produzieren, die auffällt und gleichzeitig nicht aufdringlich erscheint. Andernfalls kann ein Instagram-User deine Ad einfach überspringen – das gilt es bestenfalls zu verhindern. Ferner musst du deine Werbung auch auf ein Zielpublikum zuschneiden, das an deinen Leistungen interessiert ist.

Dazu musst du das geeignet Publikum suchen. Core, Custom und Lookalike Audiences ermöglichen dir eine gezielte Ansprache deiner Zielgruppe.

Mit Core Audiences legst du zunächst folgende Parameter fest:

  • Herkunft
  • Alter
  • Geschlecht
  • Sprache
  • Interessen und Verhalten 

Custom Audiences erlaubt es dir, direkt deine Kundenliste hochzuladen. Anhand dieser Daten versuchen Facebook und Instagram, deine Zielgruppe um die entsprechenden Profile zu ergänzen. Auf diese Weise sprichst du ohne Umwege Personen an, die sich schon einmal in irgendeiner Form mit deiner Marke auseinandergesetzt haben.

Mit Lookalike-Audiences sucht Facebook Profile heraus, die ähnliche Charakteristika wie deine Bestandskunden aufweisen. Deine Zielgruppe erweitert sich also noch einmal.

Der Vorteil der Instagram Story-Ads: Du musst keinen verifizierten Account oder mehr als 10.000 Follower besitzen, damit du eine Verlinkung einbauen kannst. Die Swipe-Up-Funktion führt deine Zuschauer zu deinem Produkt, deinem Shop, etc.

Zielgruppe mit Instagram Story-Ads erreichen

Instagram Live – gehe auf Sendung

Möchtest du möglichst schnell und spontan neuen Content nachliefern, dann stellt eine Live-Schalte über Instagram vielleicht die beste Alternative dar. Der Vorteil gegenüber durchproduzierten Inhalten ist: Du kommst natürlich und authentisch rüber.

Der Nachteil: Ungeübte Moderatoren oder Protagonisten können sich schnell verplappern oder ins Stolpern geraten. Aber selbst das kann sympathisch und menschlich wirken.

In jedem Fall musst du dich darauf einstellen, dass du ein gewisses Maß an Kontrolle über deine Instagram Story aufgibst. Manchen Personen blühen bei dieser Art von Performance-Druck erst richtig auf. Andere brauchen etwas mehr Übung und Routine.

Eine Live-Schaltung führt immerhin zu sofortiger Aufmerksamkeit und schnellen Reaktionen. Instagram informiert deine Follower nämlich sofort via Push-Nachricht über deine Live-Sendung.

Geotagging – lass die Besucher deines Profils wissen, wo du dich befindest

Mit der geografischen Standortkennzeichnung können dich Instagram-User auch in der realen Welt leichter finden. Das ist z. B. dann hilfreich, wenn dein Unternehmen oder Geschäft auf ortsansässige Kundschaft, Touristen oder anderen Reisende angewiesen ist.

Instagram-Marketing Screenshot Geotag

Geben Nutzer etwa den Namen einer Stadt ein, finden sie interessante Stories und die dazugehörigen Marken, Firmen und Geschäfte in der unmittelbaren Umgebung. Darunter fällt auch dein Unternehmen, wenn du deine Story mit einem entsprechenden Geotagging versiehst

Insbesondere für kleinere oder noch unbekannte Geschäfte handelt es sich um eine großartige Gelegenheit, einen ersten Eindruck auf die lokale Bevölkerung und angereiste Instagram-Nutzer zu machen.

Hashtags

Über Hashtags können dich Nutzer finden, die nach bestimmten Themen und Keywords suchen. Selbstverständlich sollte die dazugehörige Story auch zu den Begriffen passen. Führe potenzielle Zuschauer, Follower und Kunden nicht an der Nase herum, nur um oft gesuchte Hashtags verwenden zu können.

Instagram-Marketing Screenshot Hashtags

Frage dich deswegen: Haben die Hashtags wirklich etwas mit dem Inhalt deiner Story zu tun? Ist die Story wirklich relevant für User, die nach diesen Hashtags gesucht haben?

Auf diese Weise baust du eine treue Gefolgschaft auf. Bei der nächsten Instagram Story kannst du wieder einen anderen Hashtag setzen, der vielleicht eine breitere Zielgruppe anspricht und interessiert.

Hinweis: Nicht jede mit einem Hashtag versehene Story findet ihren Weg zu den anderen angesammelten Stories, die mit einem Hashtag ausgestattet wurden. Es hängt vom Engagement sowie von der Bild- und der Videoqualität ab, ob die Geschichte das Licht der breiten Öffentlichkeit erfährt.

Sticker – vielseitige Möglichkeiten, Engagement und Verkäufe zu fördern

Sticker können nicht nur nett aussehen, sondern auch zahlreiche Funktionen erfüllen, die das Engagement mit deiner Marke steigern. Neben den bereits genannten Hashtags existieren noch zahlreiche weitere Sticker, welche den Unterhaltungswert deiner Stories erhöht und dir ein tiefergehendes Engagement mit Kunden ermöglicht.

Produkt-Sticker

Wie die Bezeichnung bereits andeutet, markierst du mit einem Produkt-Sticker ein spezifisches Produkt in deiner Instagram Story. Du kannst damit den Namen, den Preis und eine Beschreibung des Produkts hinzufügen. Außerdem können User zusätzliche Bilder des Artikels und ähnliche Produkte begutachten. Fügst du einen Link zu deiner Webseite ein, werden deine Instagram-Besucher direkt dorthin weitergeleitet.

Instagram-Marketing Screenshot Produktsticker Ikea
Instagram-Marketing Screenshot Produktsticker Ikea

iese Sticker stören deine Zuschauer auch nicht, wenn sie in eine Instagram Story vertieft sind. Follower müssen erst auf das Produkt klicken bzw. es auf dem Display berühren, um diese Informationen abzurufen. Die Sticker sind in der Form einer Einkaufstasche verfügbar, es gibt auch Produktsticker mit Artikelnamen bestehend aus grauem, regenbogenfarbenem oder durchsichtigem Text.

Countdown-Sticker

Egal ob in Film, Fernsehen oder bei einer großen Ankündigung – Countdowns erzeugen immer Spannung. Das gilt auch bei einer Instagram Story. Im Social Media-Kontext geht es allerdings nicht darum, etwa eine Zeitbombe rechtzeitig zu entschärfen, sondern vielmehr um die Hype-Generierung, z. B. für ein spezifisches Event. Hierbei kann es sich etwa um einen Produkt-Launch, eine große und wichtige Ankündigung oder eine Verkaufsveranstaltung handeln.

Instagram-Marketing Screenshot Countdown

Deine Follower können diesen Countdown teilen und abonnieren. Sobald dieser endet, werden sie an das Event erinnert. Dazu müssen sie lediglich den Sticker berühren. Du selbst wirst informiert, wann immer jemand deinen Countdown abonniert. Wenn du unter 50.000 Follower hast, gibt dir Instagram sogar Bescheid, wenn jemand deinen Countdown teilt.

Emoji-Slider Sticker

Emoji-Slider eignen sich wunderbar, um eine direkte emotionale Reaktion deiner Follower zu einer Instagram Story einzufordern.

Dir steht hierfür eine riesige Auswahl an Emojis zur Verfügung. Entscheide dich für diejenigen, mit denen du am besten die Stimmung deines Publikums erfassen kannst. Sobald einer deiner Zuschauer den Slider genutzt hat, siehst du das Ergebnis darunter.

Instagram gewährt dir auch tiefere Einblicke in deine Umfragewerte. So kannst du sehen, wie viele User den Slider genutzt haben. Du erhältst grafische Darstellungen und ein Durchschnittsergebnis. 

Instagram-Marketing Screenshot Emoji Slider

Auf diese Weise stellst du schnell fest, wie ein Artikel oder ein neuer Service bei deiner Zielgruppe ankommt. Es ist nicht gerade ein nuanciertes Stimmungsbarometer. Es gibt dir aber einen guten Anhaltspunkt, ob du dich auf dem richtigen Weg befindest.

Lass deine Follower verschiedene deiner Produkte miteinander vergleichen. Ermittle, wie gut bestimmte Inhalte deiner Instagram Story bei deinem Publikum ankommen. Nutze diese Informationen als Ausgangspunkt, wenn du deine nächsten Stories konzipierst.

Fragen-Sticker

Ein weiterer Weg, um etwas präzisere User-Reaktionen hervorzubringen und mehr Engagement mit deiner Marke zu generieren, ist der Fragen-Sticker. Fordere Meinungen zu deinen Artikeln oder deinen Dienstleistungen ein. Oder lass deine Follower und Fans Fragen an dich stellen.

Dabei muss es aber nicht immer um ein aktuelles Produkt gehen. Es kann auch Spaß machen, allgemeine Fragen über dich und dein Unternehmen zu beantworten. Die Fragen, die du erhältst, lassen sich leicht öffentlich über ein weiteres Story-Element beantworten.

Gehe bei der Planung aber genauso gezielt und sorgfältig vor wie bei der Entwicklung deines Instagram-Contents. Es hilft dir nicht weiter, willkürliche Fragen einzustreuen. Frag dich zunächst selbst, was du damit erreichen möchtest. Benötigst du Feedback zu einer Produktreihe? Möchtest du Schwung in eine Kampagne bringen? Oder willst du Vertrauen zu deinen Kunden herstellen?

Du kannst wichtige Alltags- und Lebensfragen zur Diskussion stellen. Ein Q&A zu einem bestimmten, mit deinem Unternehmen zusammenhängenden Thema ist ebenfalls möglich. Hierbei ist es häufig sinnvoll, dein Publikum mit einem Experten interagieren zu lassen.

Wenn sich deine Follower die Mühe machen, dir Fragen zu stellen, solltest du jedoch das Antworten nicht vernachlässigen. Auch schwere und kritische Fragen darfst du nicht ignorieren. Stelle dich also darauf ebenfalls ein. Setzt du dich direkt und möglichst ehrlich mit schwierigen Fragen auseinander, kannst du sogar nach einer Unternehmenspanne Vertrauen wiederherstellen.

Umfragen-Sticker

Mit dem Umfragen-Sticker erhältst du auf denkbar einfache Weise Feedback von deiner Gefolgschaft. Außerdem gibst du deinen Fans wie bei den anderen Stickern eine Möglichkeit, deinen Content mitzugestalten. Lass sie einfach zwischen mehreren Themen für künftige Stories entscheiden.

Instagram-Marketing Screenshot Umfragen

Hiermit lässt sich ebenfalls schnell Kritik oder Lob zu deinen Produkten einholen. Du kannst Möglichkeiten zur Serviceverbesserung zur Auswahl stellen, verschiedene Artikel zum Vergleich anbieten oder ermitteln, wo deine Kundschaft am liebsten deine Produkte einkauft

Auch mit der Umfrage-Funktion lässt sich Spannung für eine große Veröffentlichung oder einen neuen Launch generieren. Frage deine Follower einfach, ob sie für etwas Großes bereit sind.

Quiz Stickers

Motiviere deine Follower mit den unterhaltsamen Quiz-Stickern zu mehr Engagement. Schließlich sind Quizfragen nicht umsonst ein beliebtes Format in der Unterhaltungsbranche. Stelle Fragen zu deinem Unternehmen und dessen Geschichte. Oder frage deiner Fans und Follower, wann ein bestimmtes Produkt auf dem Markt gekommen ist.

Instagram-Marketing Screenshot Quiz Netflix
Instagram-Marketing Screenshot Quiz Netflix

So kannst du sowohl neuen Profilbesuchern als auch alteingesessenen Followern auf spielerische Weise interessante Informationen über deine Marke und die angebotenen Artikel vermitteln. 

Chat Sticker

Mit den Chat-Stickern kannst du dich ohne Umwege mit deinen Followern unterhalten, eine Gemeinschaft aufbauen oder festigen. Bis zu 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kannst du unter deinen Followern für einen solchen Chat auswählen.

Du bist in der Lage, das Gespräch in eine bestimmte Richtung zu lenken, die für dich, für deine Kunden oder für euch alle relevant ist. Dieses Thema kannst du schon mit dem Titel des Chats ankündigen.

Auf diese Weise lassen sich z. B. ortsansässige Kunden bzw. Stammkunden zusammenführen, die sich austauschen können. Die einfache Erstellung einer Fokusgruppe, welche dir Feedback gibt, ist ebenfalls schnell möglich.

Besonders treue Kunden kannst du auch in den Chat einladen, um sie mit einem Rabattcode zu versorgen. Damit bietest du einen neuen Shoppinganreiz sowie das Gefühl der Exklusivität und Wertschätzung.

Die begrenzte Teilnehmerzahl ist dabei nicht unbedingt ein Nachteil. Je mehr Gesprächspartner mitmachen, desto schwieriger ist es, das Gespräch zu kontrollieren. Eine überschaubare Gesprächsgruppe erleichtert es dir dagegen, gezielt Fragen einzustreuen und zur Diskussion zu stellen. Vor allem erhältst du jedoch klare Antworten.

Direct-Messaging – bleib mit deinen Followern in Verbindung

Instagram spart nicht mit Optionen, damit User mit Marken in Verbindung treten können. Mit Instagram Stories erhältst du wahrscheinlich noch mehr Direktnachrichten von bereits bestehenden und potenziellen neuen Kunden.

Hast du nämlich keine Verlinkung bei deinen Stories integriert, sehen Zuschauer eine Schaltfläche für Direktnachrichten. Diese werden sie auch garantiert nutzen, insbesondere wenn du eine verlockende Instagram-Geschichte erzählst, die ein ebenso verlockendes Angebot unterbreitet.

Wenn du diesen Nachrichten erhältst, darfst du nicht vergessen, darauf zu antworten. Vernachlässigst du diese Pflicht, kann das schnell zu einem frustrierten Kunden und zu einem schlechten Markenimage führen. Social Media-Nutzer sind nämlich nicht schüchtern, wenn es darum geht, schlechte Service-Erfahrungen öffentlich kundzutun.

Das Direktnachrichten-Feature birgt also ein paar Gefahren, wenn du unachtsam bist. In erster Linie handelt es sich jedoch um einen wunderbaren Weg, um auch nach dem Erscheinen deiner Stories den Kontakt zu neuen Followern aufrecht zu erhalten.

Quellen:

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