Die 6 besten Freemail-Anbieter

Aktualisiert am 17.01.2023
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Die E-Mail ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ihre Erfolgsgeschichte ist beispiellos. Im Jahr 1971 versendete der amerikanische Informatiker Ray Tomlinson die erste elektronische Post. Bis diese Art der Kommunikation nach Deutschland kam, vergingen noch 13 Jahre. Ein weiteres Vierteljahrhundert später nutzen bereits 85 Prozent aller Deutschen das Internet. Und dazu gehört auch ganz selbstverständlich das Empfangen und Versenden von E-Mails.

Weltweit werden tagtäglich mehr als 300 Milliarden dieser elektronischen Nachrichten versendet. Kein Wunder, dass die Anbieter kostenloser Postfächer wie die Pilze aus dem Boden geschossen sind. Da fällt die Auswahl nicht leicht; es gibt entscheidende Unterschiede.

Deshalb wollen wir sechs der bekanntesten Anbieter genauer unter die Lupe nehmen. Hier kannst du Vor- und Nachteile der einzelnen Freemail-Dienste vergleichen und herausfinden, welcher am besten zu dir passt.

Der direkte Vergleich der Freemail-Anbieter

Zunächst ein Direktvergleich im Überblick:

  • GMX: Der größte deutsche Anbieter mit 24,5 Prozent Marktanteil.
  • WEB.DE: Nummer 2 in Deutschland mit ähnlichen Features wie GMX.
  • Gmail: Gehört zum Google-Konzern und steht daher wegen der Datensicherheit in der Kritik.
  • Yahoo Mail: Punktet mit Speichervolumen, ist aber in puncto Datenschutz auch eher fragwürdig. 
  • Outlook.com: Gehört zu Microsoft, Nachfolger von Hotmail. 
  • Mail.de: Noch eher unbekannt, in Sachen Datenschutz aber schon unschlagbar. 

Sechs Freemail-Dienste mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Wenn der Datenschutz deine Priorität ist, dann wäre ein deutscher Anbieter sicher am besten für dich geeignet. Legst du aber mehr Wert auf möglichst große Speicherkapazität, triffst du vielleicht die Entscheidung für einen amerikanischen Anbieter.

Hier eine Übersicht der Features der einzelnen Dienste:

GMX WEB.DE Gmail Yahoo Mail Outlook.com
Mail.de
Postfach 1 GB + optional 500 MB 1 GB + optional 1 GB 1 GB 1000 GB 15 GB 2 GB
Cloud 2 GB 2 GB 15 GB Optional Anbindung an externe Serivces 5 GB
Mailanhänge 20 MB 20 MB 25 MB 25 MB 25 MB 60 MB
Mailabruf POP3 / IMAP POP3 / IMAP POP3 / IMAP POP3 / IMAP POP3 / IMAP POP3 / IMAP
Serverstandort Deutschland Deutschland Unklar Unklar Unklar Deutschland
Apps Android / iOS Android / iOS Android / iOS Android / iOS Android / iOS Android / iOS
Die 6 besten Freemail-Anbieter

Welcher Freemail-Anbieter ist die beste Wahl?

Zahlen sind ja nicht alles, vielleicht legst du auch Wert auf Design oder Bedienerfreundlichkeit. Deshalb kommt jetzt ein detaillierterer Blick auf die einzelnen Freemail-Anbieter. Hier erfährst du alles über Speicherkapazitäten, Apps für mobile Endgeräte, Design und Sicherheitsfragen. Am Ende jedes Absatzes erleichtert eine Auflistung der wichtigsten Vor- und Nachteile deine Wahl.

GMX

Freemail-Anbieter Screenshot GMX

Der größte deutsche Freemail-Dienst GMX kann hierzulande die meisten User aufweisen. Im Jahr 2018 lag der Nutzeranteil bei 24,5 Prozent. Beinahe jeder vierte Mailschreiber in Deutschland hat sein Konto also bei GMX eingerichtet.

Speicher

Standardmäßig erhältst du bei der Registrierung 1 Gigabyte Postfachspeicher. Unter der Bezeichnung MailCheck steht dir jedoch eine kostenlose Erweiterung zur Verfügung. Damit sind Desktop-Benachrichtigungen über eingehende Messages und Verschlüsselung möglich, außerdem weitere 500 Megabyte Speicherkapazität. Insgesamt gibt’s bei GMX also 1,5 Gigabyte for free. Im Cloudspeicher kannst du Daten von bis zu 2 Gigabyte ablegen. Mailanhänge sind bis zu einem Umfang von 20 Megabyte möglich.

Kostenpflichtige Premiumangebote stehen für 2,99 oder 4,99 Euro zur Auswahl.

Apps

GMX stellt seinen Usern bedienerfreundlich strukturierte Apps für Android oder iOS zur Verfügung, selbstverständlich inklusive Spam-Filter.

Design

Standardmäßig dominiert die Farbe Blau das GMX-Design. Allerdings kannst du dir in den Einstellungen auch eine andere Optik aussuchen. Die Navigation der Website ist benutzerfreundlich und schnell, die Oberfläche allerdings insgesamt etwas unübersichtlich. Auf der linken Seite ist Werbung zu sehen, über die sich der kostenlose Dienst finanziert. Dort finden sich auch Links zu weiteren GMX-Angeboten.

Sicherheit

GMX ist eines der Gründungsmitglieder von ‚E-Mail made in Germany‘. Das Gütesiegel garantiert Serverstandorte innerhalb von Deutschland und Datenverarbeitung nach deutschen Datenschutzgesetzen. Deutsche Richtlinien gelten auch für die in der Cloud gespeicherten Inhalte. Außerdem gibt es eine verschlüsselte Datenübertragung zwischen den Servern der Mitglieder. Bei der Übermittlung von Nachrichten an den GMX-Server wird SSL- beziehungsweise TLS-Verschlüsselung verwendet.

Vorteile
Sichere Ende zu Ende-Verschlüsselung Kostenlose Erweiterung GMX MailCheck 2 Gigabyte Cloud Speicherplatz Apps
Nachteile
Maximal 1,5 Gigabyte Speicher Benutzeroberfläche wenig übersichtlich Anhänge bis maximal 20 Megabyte

WEB.DE

Freemail-Anbieter Screenshot Web.de

Knapp hinter GMX ist WEB.DE mit 23,8 Prozent Nutzeranteil die Nummer 2 unter den deutschen Freemail-Anbietern. Beide Dienste gehören zum Konzern United Internet.

Speicher

Auch WEB.DE bietet standardmäßig 1 Gigabyte Postfachspeicher. Die Erweiterung MailCheck steht hier ebenfalls zur Verfügung, bietet sogar zusätzliches Speichervolumen in Höhe von 1 Gigabyte. Damit ist eine Kapazität von insgesamt 2 Gigabyte möglich. Die Cloud bietet Speichermöglichkeiten von 2 Gigabyte. Mailanhänge dürfen maximal 20 Megabyte groß sein.

Kostenpflichtige Mitgliedschaft im Club für 5 Euro bringt unbegrenzten Speicherplatz und Anhänge bis 100 Megabyte.

Apps

Apps für Android oder iOS sind vorhanden. Mails können damit zusätzlich über IMAP abgerufen werden. So wird die Postfach-Synchronisation auf mehreren Endgeräten ermöglicht.

Design

Der Optik von WEB.DE sieht man seine Konzernzugehörigkeit und das gemeinsame Dach mit GMX deutlich an.

Sicherheit

Auch WEB.DE gehört zu den Gründungsmitgliedern der Initiative ‚E-Mail made in Germany‘. Die Mitgliedschaft gewährleistet einen hohen Standard in Sachen Datensicherheit. Alle Mailnachrichten werden nur in Rechenzentren am Standort Deutschland verarbeitet und gespeichert, genauso wie in die Cloud geladene Inhalte. Eine verschlüsselte Datenübermittlung ist ebenfalls garantiert, Spam- und Virenschutz gehören zum Standard.

Vorteile
Sichere Ende zu Ende-Verschlüsselung Kostenlose Erweiterung MailCheck 2 Gigabyte Cloud Speicherplatz Apps
Nachteile
Benutzeroberfläche wenig übersichtlich Anhänge bis maximal 20 Megabyte

Gmail

Freemail-Anbieter Screenshot Gmail

Das Freemail-Angebot von Google startete im Jahr 2004 mit einer Herausforderung für die Konkurrenz: Als erster Dienst gönnte Gmail seinen Usern ein Speichervolumen von 1 Gigabyte. Und setzte damit einen Wettbewerb um die Postfachgröße in Gang, der bis heute anhält. So hat Google den Speicherplatz zum entscheidenden Konkurrenzmerkmal gemacht. Neben größeren Volumina gesellten sich Cloudspeicher zum selbstverständlichen Angebot der meisten Freemail-Dienste.

Speicher

Standardmäßig erhältst du auch hier bei der Registrierung 1 Gigabyte Postfachspeicher. Im Cloudspeicher aller Google-Dienste ist insgesamt ein Gesamtvolumen von 15 Gigabyte verfügbar. Mailanhänge sind bis zu einem Umfang von 25 Megabyte möglich.

Apps

Apps für Android oder iOS stehen zur Verfügung. Mailabruf ist darin über POP3 oder IMAP möglich.

Design

Die Gmail-Optik war bei der Einführung insofern revolutionär, als dass sich die Oberfläche als eigenständiger Mail-Client darstellte, anstatt wie ein Google-Ableger zu wirken. Das Design kannst du individuell gestalten, beispielsweise mit deinem Foto. Auch die Tabs und die Elementgröße sind veränderbar. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv bedienbar.

Sicherheit

Google – und somit auch Gmail – stehen in der Kritik von Seiten der Datenschützer. Verbraucherschützer monieren immer wieder Verstöße gegen deutsche Richtlinien, beispielsweise wegen personalisierter Werbung. Immerhin sorgt standardmäßig SSL- beziehungsweise TLS-Verschlüsselung für Sicherheit bei der Mailübertragung. Das beinhaltet jedoch keine Ende zu Ende-Verschlüsselung, sondern betrifft nur den Transport zum Server.

Vorteile
Teil des Google-Universums mit Integration in zusätzliche Dienste Personalisierungsmöglichkeiten 15 Gigabyte Speicherplatz Apps Benutzerfreundlichkeit
Nachteile
Datenschutzbedenken Personalisierte Werbung Serverstandorte unbekannt

Yahoo Mail

Freemail-Anbieter Screenshot Yahoo

Wie Gmail spielt auch Yahoo Mail die Speicherplatz-Karte aus. Das rekordverdächtige Volumen im Postfach kann jedoch das Manko des fehlenden Cloudspeichers nicht gänzlich ausgleichen.

Speicher

Der Freemail-Anbieter Yahoo Mail ist in den von Gmail gestarteten Speicherwettbewerb mit bisher ungeschlagenen 1000 Gigabyte, also 1 Terabyte eingestiegen. Dafür bietet der Dienst keinen Cloudspeicher an. Mit einem separaten Account kannst du dein Postfach jedoch an externe Cloud-Services anbinden.

Die kostenpflichtige Pro-Version bietet für 35 US-Dollar im Jahr neben werbefreier Benutzeroberfläche auch Premium-Kundensupport an.

Apps

Apps für Android oder iOS stehen den Usern genauso zur Verfügung wie ein Messenger. Mailabruf funktioniert über POP3 oder IMAP. Darüber hinaus gibt es einen lernfähigen Spamfilter und die Möglichkeit der Einrichtung von Wegwerfadressen.

Design

Die Oberfläche von Yahoo Mail kann mit ihren zahlreichen Personalisierungsoptionen punkten. Von der Optik des Posteingangs bis zur Nachrichtenvorschau lässt sich das Layout flexibel anpassen.

Sicherheit

In Sachen Datenschutz werden bei Yahoo Mail von Datenschützern die gleichen Lücken angeprangert wie bei Gmail. Verbraucherschützer monieren auch bei diesem Anbieter die personalisierte Werbung. Standardmäßig SSL- beziehungsweise TLS-Verschlüsselung für Sicherheit bei der Mailübertragung bietet aber auch Yahoo Mail.

Vorteile
Wegwerfadressen Spam-Filter ist integriert 1 Terabyte Speicherplatz Apps
Nachteile
Datenschutzbedenken Personalisierte Werbung Serverstandorte unbekannt Kein eigener Cloudspeicher

Outlook.com

Freemail-Anbieter Screenshot Microsoft Outlook.com

Den Dienst Outlook.com hat Microsoft im Jahr 2013 lanciert, um in Konkurrenz zu anderen Freemail-Anbietern treten zu können. Dadurch wurde der frühere Microsoft Webmail-Dienst Hotmail ersetzt. Das Freemail-Angebot ist nicht zu verwechseln mit dem Personal Information Manager Outlook. Mit dem Zugriff auf Outlook.com sichert sich der User die Integration in das übrige Konzern-Universum mit weiteren Microsoft-Diensten wie beispielsweise Skype, OneDrive oder OneNote.

Speicher

Wie Gmail bietet auch Outlook.com seinen Usern 15 Gigabyte Speicherplatz an. Die Microsoft-eigene Cloudlösung OneDrive steht mit zusätzlichen 5 Gigabyte zur Verfügung. Mailanhänge sind auf 25 Megabyte begrenzt.

Die kostenpflichtige Premium-Version steht Microsoft 365-Kunden mit einer werbefreien Benutzeroberfläche zur Verfügung.

Apps

Apps gibt es für alle gängigen mobilen Endgeräte. Mails können sowohl über POP3 als auch über IMAP abgerufen werden. So können Postfächer auf mehreren Endgeräten synchronisiert werden.

Design

Die Optik von Outlook.com kommt Office-Nutzern bekannt vor. Der Dienst kann mit seiner intuitiven Benutzeroberfläche punkten.

Sicherheit

Der Microsoft-Konzern unterhält Server auf der ganzen Welt. Wo die Daten der Outlook-Nutzer gespeichert werden, ist unklar. Datenschützer monieren hier die gleichen Kritikpunkte wie bei Gmail oder Yahoo Mail. Bei der kostenpflichtigen Premium-Version wird die ansonsten werbefreie Benutzeroberfläche mit personalisierter Werbung bestückt; ein weiterer Kritikpunkten in Sachen Datensicherheit.

Vorteile
Schnittstellen zur Office-Welt 5 Gigabyte Speicherplatz bei OneDrive 15 Gigabyte Speicherplatz Apps
Nachteile
Datenschutzbedenken Personalisierte Werbung Serverstandorte unbekannt

Mail.de

Freemail-Anbieter Screenshot Mail.de

Ein weiterer deutscher Freemail-Dienst, der mit der Bekanntheit seiner Konkurrenz aber noch nicht mithalten kann. Das interessante Angebot könnte diese Tatsache aber bald ändern. Punkten kann Mail.de vor allem in Sachen Datenschutz.

Speicher

Standardmäßig erhältst du bei der Registrierung 2 Gigabyte Speicher. Bei dieser Gesamtkapazität unterscheidet Mail.de nicht zwischen Postfachspeicher für Mails und Cloudspeicher für Daten. Das ist bei allen anderen Freemail-Anbietern der Fall. Dafür ist der Dienst bei Mailanhängen besonders großzügig. Der Versand von bis zu 60 Megabyte erlaubt sehr umfangreiche Dateianhänge.

Die drei kostenpflichtigen Angebote Plus, Pro und Power stehen für 1,99 Euro, 2,99 Euro und 4,99 Euro monatlich zur Auswahl.

Apps

Apps für Android oder iOS sind vorhanden, ebenso ein Spam- und ein Virenschutz. Beim Einsatz auf mobilen Endgeräten sorgt der Mail.de-Authenticator für besonders hohe Sicherheitsstandards. Diese zusätzliche App generiert einen sechsstelligen Code zur Authentifizierung, der dein Mail-Postfach bombensicher macht.

Design

Die Benutzeroberfläche von Mail.de ist bedienerfreundlich und sehr übersichtlich. Das Interface ist flexibel an individuelle Nutzerbedürfnisse anpassbar.

Sicherheit

Die Rechenzentren des Anbieters befinden sich ausnahmslos in Deutschland, die Datenspeicherung unterliegt also den hiesigen Richtlinien. Und auch bei der Verschlüsselung heißt das Motto dieses Anbieters ‚Nummer Sicher‘. Neben der SSL- beziehungsweise TLS-Verschlüsselung sorgt eine DKIM-Signatur bei jeder versandten Nachricht für zusätzlichen Schutz. Dadurch kann der Empfänger die Authentizität einer über Mail.de verschickten Message zuverlässig überprüfen. Da haben Phishing-Mails weniger Chancen.

Vorteile
Sichere Ende zu Ende-Verschlüsselung DKIM Signatur bei ausgehenden Mails Authenticator für mobile Endgeräte Große Anhänge möglich Apps
Nachteile
Maximal 2 Gigabyte Speicher insgesamt

Die Frage der Fragen: Sind meine Daten sicher?

Bei der Online-Kommunikation lauern viele Gefahren auf deine Daten. Zahlreiche Interessenten haben es auf Informationen über dich abgesehen, weil sie dir gezielte Werbung anzeigen möchten. Aber auch Kriminelle versuchen, Daten bei der Übermittlung abzugreifen. Phishing ist nur ein Beispiel für solche Bedrohungen. Aber wie sieht es mit der Sicherheit im kostenlosen E-Mail-Verkehr aus? Das hängt stark davon ab, wo die Server der Freemail-Anbieter stehen. Sind diese nämlich in Deutschland angesiedelt, gelten auch die strengen Datenschutzbestimmungen unseres Landes.

Ein anderer Sicherheitsaspekt ist die Verschlüsselung. Die meisten Freemail-Dienste nutzen SSL- beziehungsweise TLS-Transportverschlüsselungsprotokolle. Wenn du großen Wert auf Datensicherheit legst, kannst du die Verschlüsselung deiner Mails aber optimieren. Wenn du dir selbst eine zusätzliche Verschlüsselung via PGP einrichtest, werden die Inhalte deiner Nachrichten noch besser geschützt. Dazu dient ein passwortgesicherter, privater Schlüssel, der ausschließlich dir bekannt ist. Das funktioniert allerdings nur, wenn dein jeweiliger Kommunikationspartner ebenfalls PGP nutzt.

Eine Ende zu Ende-Verschlüsselung erreichst du mit Add-Ons wie beispielsweise Mailvelope. Diese Open Source-Software lässt sich in deinen Webmail-Dienst integrieren und verschlüsselt den E-Mail-Verkehr innerhalb deines Browsers. Sicherer geht es im Bereich Freemail nicht.

Oder doch lieber eine professionelle Lösung?

Im privaten Bereich erfüllen Freemail-Dienste in der Regel alle Anforderungen an die tägliche Online-Kommunikation. In Bezug auf den Datenschutz ist man mit einem deutschen Anbieter auf der sicheren Seite, sogar eine Ende zu Ende-Verschlüsselung kann man sich bei Bedarf einrichten. In Sachen Usability und Apps für mobile Endgeräte bleiben ebenfalls keine Wünsche offen. Dennoch gibt es gute Gründe, einer professionellen Lösung den Vorzug zu geben.

Vor allem, wenn du deine Mailadresse auch im geschäftlichen Bereich nutzen möchtest, ist die professionelle Alternative eine Überlegung wert. Denn bei den Freemail-Anbietern bist du immer an den Domainnamen der Marke gebunden. Das könnten deine Geschäftspartner als unseriös ansehen. Vielleicht solltest du auch bei deinen E-Mails Geschäftliches von Privatem trennen. Für deine Kommunikation mit Freunden und Familie kannst du dir eines der Freemail-Angebote aussuchen und für den Businessbereich hältst du nach einer geeigneten professionellen Lösung Ausschau.

Das bringt einige Vorteile mit sich.

  1. Flexibilität: Wenn es um Namen geht, bist du mit einem kostenpflichtigen Mailprogramm ganz frei. Du kannst dir beispielsweise einen Namen ausdenken, der dein Unternehmen beziehungsweise deine Branche erkennbar widerspiegelt. Eine exklusive Mailadresse kann dir diesbezüglich viele Vorteile einbringen. Auf jeden Fall musst du nicht auf seltsame Zusammenstellungen mit Zahlenkombinationen ausweichen, weil Millionen anderer User die einfachen Namen bereits belegt haben.
  2. Keine Werbung oder Spam: Freemail-Anbieter finanzieren sich über Werbung, du musst dich also damit abfinden, beim Mailcheck zahlreiche Anzeigen eingeblendet zu bekommen. Vor Spam bist du auch bei einem kostenpflichtigen Anbieter nicht hundertprozentig sicher, solche Dienste sind dafür aber weniger anfällig als Gratis-Webmail-Dienste.
  3. Postfach-Schutz: Auch in Sachen Phishing & Co. bist du bei einem kostenpflichtigen Dienst sicherer aufgehoben. Professionelle Postfächer werden seltener zum Ziel krimineller Angriffe mit Malware und ähnlichen Scheußlichkeiten. Darüber hinaus ist deine Mailadresse damit auch besser geschützt. Die Reaktivierung eines Mailkontos nach einer Infektion ist bei Freemail-Anbietern eher fraglich, bei der kostenfreien Lösung hingegen kein Problem.
  4. Achtung, Tippfehler: Nachrichten an eine Freemail-Subdomain gehen aufgrund von kleinen Tippfehlern im Namen leicht verloren. Hast du eine eigene E-Mail-Domain mit Catch all-Funktion, ist das überhaupt kein Problem. Denn dort werden alle eingehenden Mails an die Domain auf ein Hauptpostfach umgeleitet. Selbst wenn eine Nachricht aufgrund des Tippfehlers keinem Postfach direkt zugeordnet werden kann, hast du also gute Chancen, dass dich die Message trotzdem erreicht.

Fazit

Die Vielfalt der Freemail-Angebote ist breit gefächert. Kein Wunder also, dass Millionen von Usern auf kostenlose Webmail-Dienste zurückgreifen. Im Bereich der privaten Kommunikation haben diese alles zu bieten, was man online so für die Nachrichtenübermittlung braucht. Die Angebote der einzelnen Dienste ähneln sich in ihren Features. Die meisten bieten ein standardmäßig mit Speicherplatz ausgestattetes Postfach, das optional noch erweitert werden kann. Auch eine Cloud ist in der Regel im Angebot enthalten. 

Beim Umfang der Speicherkapazität gibt es jedoch erhebliche Unterschiede, ebenso bei der Datensicherheit. Bevor du eine Auswahl triffst, solltest du dir also über deine Prioritäten klar werden. Datenschutz nach den strengen deutschen Richtlinien ist nur bei hiesigen Anbietern gewährleistet. Dafür gibt es woanders mehr Speicherplatz. Welches Feature mehr Bedeutung haben soll, bleibt dem einzelnen User überlassen.

Quellen:

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