Einzelunternehmen: Definition, Rechtsform & die wichtigsten Vor- und Nachteile

Von Thomas Sesli
Aktualisiert am 19.04.2024 | Lesezeit ca. Min.

Du denkst darĂŒber nach, ein Einzelunternehmen zu grĂŒnden? Wir wappnen dich mit dem dafĂŒr notwendigen Wissen.

Die wichtigsten Eigenschaften, rechtliche Grundlagen sowie die Vor- und Nachteile eines Einzelunternehmens findest du hier kompakt dargestellt.

In diesem Beitrag erwarten dich wertvolle Informationen zu folgenden Themen:

  • Definition und SchlĂŒsselbegriffe rund um die Rechtsform des Einzelunternehmens
  • Haftungsrisiken und rechtliche Verpflichtungen fĂŒr den Unternehmer
  • Ein Vergleich verschiedener Rechtsformen und ihre Auswirkungen auf dein GeschĂ€ft

Lies weiter! Ein fundiertes VerstĂ€ndnis dieser Aspekte wird dich unterstĂŒtzen, eine informierte Entscheidung fĂŒr deine UnternehmensgrĂŒndung zu treffen und möglichen Fallstricken aus dem Weg zu gehen.

Einzelunternehmen: Definition und Rechtsform

Wenn du ganz allein und ohne andere Personen als Unternehmer tÀtig bist, dann bist du Einzelunternehmer. Das trifft auf den Kaufmann oder selbststÀndigen Kleingewerbetreiber zu. Die Abgrenzung zwischen beiden erklÀren wir im Folgenden nÀher und erlÀutern die damit verbundene Rechtsform und Haftung.

Die Grundlagen des Einzelunternehmens

Ein Einzelunternehmer trifft sĂ€mtliche geschĂ€ftliche Entscheidungen selbst. Damit trĂ€gt der Inhaber die volle persönliche Haftung fĂŒr alle Verbindlichkeiten aus dem GeschĂ€ftsbetrieb.

Das Handelsgesetzbuch unterscheidet nach zwei Arten von Einzelunternehmen: Kaufleute nach § 1 Abs. 1 oder § 2 HGB und Kleingewerbetreibende bzw. Freiberufler gemĂ€ĂŸ § 1 Absatz 2 HGB.

  • Kaufmann: Ein Kaufmann betreibt einen gewerblichen Handelsbetrieb und meldet dieses an. HandelsgeschĂ€fte, die sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich als kaufmĂ€nnisch gelten, gehören zu seinem TĂ€tigkeitsfeld. Begrifflich bedingt unterliegt der Kaufmann in seinem Handeln dem Handelsrecht.
  • Kleingewerbetreibende: Im Gegensatz zu Kaufleuten gelten sie im Sinne des Handelsrechts nicht als kaufmĂ€nnisch tĂ€tig. Daher unterliegen sie nicht den Pflichten zur Bilanzierung nach handelsrechtlichem Maßstab oder der Eintragung ins Handelsregister, obwohl ebenso eine Gewerbeanmeldung besteht.
  • Freiberufler: Freiberufler betreiben hingegen ein nicht-gewerbliches Einzelunternehmen. Doch Vorsicht: Dieser Titel steht dir nur zu, wenn du einer bestimmten Berufsgruppe angehörst. Das können zum Beispiel steuer- und wirtschaftsberatende oder sprach- und informationsvermittelnde Berufe sein.

Rechtsform und Haftung im Einzelunternehmen

Ein einzelner Kaufmann, der ein Handelsgewerbe betreibt, folgt den handelsrechtlichen Vorschriften und trĂ€gt die Bezeichnung "eingetragener Kaufmann" (e. K.). Dazu gehört auch, dass der GeschĂ€ftsbetrieb im Handelsregister anzumelden ist und der Kaufmann damit berechtigt ist, eine Firma zu fĂŒhren. Da der Inhaber als sogenannter Vollkaufmann gilt, haftet er persönlich und unbeschrĂ€nkt mit seinem gesamten Vermögen fĂŒr GeschĂ€ftsverbindlichkeiten.

Kleingewerbetreibende und Freiberufler sind zwar von der Eintragungspflicht im Handelsregister sowie den handelsrechtlichen Vorgaben ausgenommen, jedoch haften auch sie mit ihrem gesamten Privatvermögen fĂŒr geschĂ€ftliche Verbindlichkeiten. Kleingewerbetreibende sind außerdem nicht dazu berechtigt, eine Firma zu fĂŒhren.

Daher tragen Kleingewerbe auch nur eine GeschĂ€ftsbezeichnung. Diese setzt sich ĂŒblicherweise aus dem Familiennamen des Inhabers, gegebenenfalls unter Kombination mit der Art der GeschĂ€ftstĂ€tigkeit zusammen. Zum Beispiel "Mustermann Baustoffe".

Wichtig: Ausgedachte Namen (Fantasienamen) dĂŒrfen nicht bei einem Kleingewerbe verwendet werden, da sie nur bei Firmennamen zulĂ€ssig sind, die einen Eintrag im Handelsregister haben. Zudem muss die GeschĂ€ftsbezeichnung klar einer spezifischen Person zugeordnet werden.

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Lesetipp

Was musst du bei der Bezeichnung deines Unternehmens beachten? Rechtliche Vorgaben und Beispiele findest du hier:

Firmenbezeichnung: Namenstipps und rechtliche Vorgaben fĂŒr dein Unternehmen

Vor- und Nachteile des Einzelunternehmens

Um dir bei der Entscheidung zu helfen, haben wir fĂŒr dich die verschiedenen Vor- und Nachteile des Einzelunternehmens nĂ€her beleuchtet.

Vorteile eines Einzelunternehmens

Einzelunternehmen bieten fĂŒr den Kleingewerbetreibenden und dem Kaufmann (e. K.) eine Reihe von interessanten Vorteilen:

  • Kein Mindestkapital oder Startkapital erforderlich: Im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften wie der Unternehmergesellschaft oder GmbH mĂŒssen Kleingewerbetreibende und Kaufleute bei der GrĂŒndung eines Einzelunternehmens keine finanziellen Mittel nachweisen.
  • Einfache GrĂŒndung und geringe GrĂŒndungskosten: Die GrĂŒndung eines Einzelunternehmens ist unkompliziert und kostengĂŒnstig – eine Anmeldung beim Gewerbeamt genĂŒgt und ist innerhalb eines Tages – fĂŒr Kaufleute bis zu 2 Wochen – erledigt. Bei Kleingewerbetreibenden reicht dies sogar ganz ohne Eintrag ins Handelsregister aus. Jedoch ist die Mitgliedschaft in IHK bzw. HWK fĂŒr Kleingewerbetreibenden sowie Kaufleute Pflicht.
  • Keine PublizitĂ€tspflicht: Kleingewerbetreibende mĂŒssen keine veröffentlichten JahresabschlĂŒsse vorlegen, was die Verwaltung und den Datenschutz erleichtert. Kaufleute allerdings schon.
  • Flexible Gewinnverwendung: Der gesamte Gewinn des Einzelunternehmens steht dem Inhaber zur VerfĂŒgung, ohne dass er die Zustimmung anderer Personen einholen muss.
  • Vereinfachte BuchfĂŒhrungspflicht: Solange der Jahresumsatz unter bestimmten Grenzen gemĂ€ĂŸ § 241a HGB liegt, besteht keine Pflicht zur doppelten BuchfĂŒhrung. Kleingewerbe und Kaufleute kommen hier also mit der einfachen BuchfĂŒhrung aus, wenn der Umsatz unter 800.000 Euro und der jĂ€hrliche Gewinn unter 80.000 Euro liegt.

Nachteile eines Einzelunternehmens

Einzelunternehmen bringen jedoch auch einige Nachteile mit sich, die man berĂŒcksichtigen sollte:

  • UnbeschrĂ€nkte Haftung: Sowohl Kaufmann als auch Kleingewerbetreibende haften mit ihrem gesamten Betriebsvermögen und Privatvermögen fĂŒr Schulden und Verbindlichkeiten des Einzelunternehmens. Dieses Haftungsrisiko ist höher als bei Kapitalgesellschaften, bei denen die Haftung generell auf das Firmenvermögen begrenzt ist.
  • SolidaritĂ€tszuschlag: Einzelunternehmer mĂŒssen auf ihren Gewinn einen SolidaritĂ€tszuschlag zahlen. Seit 2021 fĂ€llt dieser fĂŒr Einzelunternehmer zwar weg, aber nur, wenn die GewinneinkĂŒnfte unterhalb der Freigrenze liegen. In der Milderungszone wird er schrittweise an den vollen Zuschlag von 5,5 % angehoben.
  • AbhĂ€ngigkeit von einer Person: Der Erfolg des Einzelunternehmens ist stark von den FĂ€higkeiten und der VerfĂŒgbarkeit des Inhabers abhĂ€ngig, was das Unternehmen anfĂ€lliger fĂŒr AusfĂ€lle machen kann.

Vor- und Nachteile des Einzelunternehmens im Überblick

Aspekt Vorteil Nachteil
GrĂŒndung und Kapital Kein Mindestkapital erforderlich, einfache GrĂŒndung, geringe GrĂŒndungskosten -
Haftung - UnbeschrĂ€nkte Haftung, Haftungsrisiko fĂŒr Betriebsvermögen und Privatvermögen
Gewinnverwendung Flexible Gewinnverwendung, keine Zustimmung anderer Personen erforderlich -
BuchfĂŒhrung und Veröffentlichungspflicht Keine PublizitĂ€tspflicht, vereinfachte BuchfĂŒhrungspflicht bei geringem Jahresumsatz -
SolidaritÀtszuschlag - Zahlung des SolidaritÀtszuschlags auf den Gewinn
AbhĂ€ngigkeit von einer Person - Unternehmenserfolg stark von Inhaber abhĂ€ngig, AnfĂ€lligkeit fĂŒr AusfĂ€lle

GrĂŒndung eines Einzelunternehmens: Schritt-fĂŒr-Schritt

Wenn du darĂŒber nachdenkst, selbststĂ€ndig zu werden und ein Einzelunternehmen zu grĂŒnden, halten wir fĂŒr dich die wichtigsten Schritte parat, die du beachten solltest.

  1. Anmeldung beim Gewerbeamt: Hier trĂ€gst du als Inhaber des zukĂŒnftigen Unternehmens deine gewerbliche TĂ€tigkeit ein. Achte darauf, dass du alle persönlichen Daten, wie Name, Geburtsdatum und Adresse korrekt und vollstĂ€ndig angibst. Außerdem musst du Informationen zu deinem Unternehmen, wie die Art des Gewerbes und den dazugehörigen TĂ€tigkeitsbereich, bereitstellen. Nach erfolgreicher Anmeldung erhĂ€ltst du eine Gewerbeanmeldung bzw. einen Gewerbeschein. Freiberufler mĂŒssen dies nicht tun.
  2. Unternehmensbezeichnung: Achte jedoch darauf, dass der Name nicht irrefĂŒhrend oder schon durch Dritte geschĂŒtzt ist. Oft besteht der Unternehmensname von Kleingewerbetreibenden und Freiberuflern aus Vor- und Nachnamen des Inhabers (zum Beispiel Max Mustermann Haustechnik). Kaufleute können aber auch einen Fantasienamen verwenden.
  3. Eintrag ins Handelsregister: Bedenke, dass ein Handelsregistereintrag fĂŒr Einzelunternehmen nicht zwingend nötig ist, solange du nicht als Kaufmann tĂ€tig bist. Die Mitgliedschaft in IHK bzw. HWK fĂŒr Kleingewerbetreibenden sowie Kaufleute ist Pflicht. Dies gilt nicht fĂŒr Freiberufler.
  4. Eröffnung eines Bankkontos: Um einen klaren Überblick ĂŒber die Finanzen des Unternehmens zu bewahren und deine GeschĂ€fte sachgemĂ€ĂŸ abzuwickeln, ist die Eröffnung eines separaten Bankkontos empfehlenswert. Viele Banken bieten spezielle GeschĂ€ftskonten fĂŒr Einzelunternehmer an, die den BedĂŒrfnissen kleiner Unternehmen gerecht werden. Es lohnt sich, die Konditionen verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen, um das geeignete Konto fĂŒr dein Unternehmen zu finden.

Steuerliche Besonderheiten und Buchhaltung im Einzelunternehmen

Kaufleute, Kleingewerbetreibende, Freiberufler – sie alle fallen unter die Einkommensteuerpflicht. Im Folgenden erhĂ€ltst du einen Überblick ĂŒber die wichtigsten Steuern und die damit verbundenen Pflichten fĂŒr Einzelunternehmer.

Umsatz- und Gewerbesteuer im Einzelunternehmen

Als Einzelunternehmer begegnest du verschiedenen Steuerarten. Zum einen ist die Umsatzsteuer relevant, die Lieferungen und Leistungen betrifft, welche dein Unternehmen erbringt. Beispielsweise entrichtest du die Umsatzsteuer auf den erzielten Umsatz, welche du anschließend beim Finanzamt melden und abfĂŒhren musst. Im Gegenzug darfst du die bei GeschĂ€ftseinkĂ€ufen gezahlte Vorsteuer geltend machen.

Zudem spielt die Gewerbesteuer eine Rolle, insbesondere wenn der erwirtschaftete Gewinn aus der gewerblichen TĂ€tigkeit einen bestimmten Freibetrag ĂŒbersteigt: 24.500 Euro. Die Kombination aus Gewerbesteuermessbetrag, Gewerbeertrag und dem Hebesatz der zustĂ€ndigen Gemeinde bildet die Grundlage fĂŒr die Berechnung der Gewerbesteuer.

Im Hinblick auf die Einkommensteuer ist es wichtig zu wissen, dass der Gewinn aus dem Einzelunternehmen zusammen mit dem privaten Einkommen versteuert wird. Je nach Steuersatz kann zusÀtzlich der SolidaritÀtszuschlag als ErgÀnzungsabgabe auf die Einkommensteuer fÀllig werden.

Buchhaltungspflichten und -optionen

Recap: Solange der Jahresumsatz unter 800.000 Euro bzw. der Jahresgewinn unter 80.000 Euro gemĂ€ĂŸ § 241a HGB liegt, besteht keine Pflicht zur doppelten BuchfĂŒhrung. Kleingewerbe und Kaufleute kommen hier also mit der einfachen BuchfĂŒhrung aus.

Dazu zĂ€hlen die regelmĂ€ĂŸige Aufzeichnung aller GeschĂ€ftsvorfĂ€lle, die detaillierte Dokumentation von Betriebs- und Privatvermögen sowie die fristgerechte Bilanzerstellung.

Du hast dabei verschiedene Möglichkeiten, beispielsweise die EinnahmenĂŒberschussrechnung (EÜR) oder die Bilanzierung. Die Wahl des geeigneten Verfahrens hĂ€ngt von deinen individuellen BedĂŒrfnissen und Anforderungen ab.

Bei der BuchfĂŒhrung ist es essenziell, die gesetzlichen Vorgaben und Fristen einzuhalten, um Bußgelder und Nachforderungen des Finanzamtes zu vermeiden. Es kann hilfreich sein, einen Steuerberater zur UnterstĂŒtzung heranzuziehen oder Buchhaltungssoftware zu nutzen, um sowohl die ArbeitsablĂ€ufe rund um die Buchhaltung zu vereinfachen als auch korrekte Ergebnisse sicherzustellen.

Alternativen zur Rechtsform des Einzelunternehmens

Wenn du ĂŒber die GrĂŒndung eines Unternehmens nachdenkst, stehen dir neben dem Einzelunternehmen zahlreiche andere Rechtsformen zur VerfĂŒgung. Sie gliedern sich in Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften.

Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile der einzelnen Rechtsformen zu verstehen, um die passende Option fĂŒr dein Vorhaben auszuwĂ€hlen. In diesem Abschnitt erfĂ€hrst du mehr ĂŒber die verschiedenen Rechtsformen und ihre jeweiligen Eigenschaften.

Rechtsformen mit unbegrenzter Haftung

FĂŒr Unternehmer, die bereit sind, persönlich fĂŒr die Schulden des Unternehmens einzustehen, eignen sich Rechtsformen mit unbegrenzter Haftung.

Zu den wichtigsten Rechtsformen dieser Kategorie zÀhlen:

  • Offene Handelsgesellschaft (OHG): Bei dieser Personengesellschaft sind mindestens zwei Gesellschafter beteiligt, die mit ihrem gesamten Privatvermögen haften.
  • Kommanditgesellschaft (KG): Eine KG setzt sich aus mindestens einem KomplementĂ€r, der unbeschrĂ€nkt haftet sowie mindestens einem Kommanditisten zusammen, der lediglich fĂŒr seine Einlage haftet.

Rechtsformen mit begrenzter Haftung

Wenn du dein persönliches Vermögen durch eine HaftungsbeschrĂ€nkung schĂŒtzen möchtest, hast du die Möglichkeit, eine Rechtsform mit begrenzter Haftung zu wĂ€hlen.

Einige der gÀngigsten Rechtsformen in diesem Bereich sind:

  • Gesellschaft mit beschrĂ€nkter Haftung (GmbH): Diese Kapitalgesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass die Gesellschafter nur in Höhe ihrer Stammeinlage haften. Das Mindeststammkapital betrĂ€gt 25.000 Euro.
  • Unternehmergesellschaft (haftungsbeschrĂ€nkt) (UG): Die UG ist eine interessante Option fĂŒr GrĂŒnder mit geringerem Kapital, da lediglich ein Stammkapital von 1 Euro erforderlich ist. Es handelt sich dabei um eine Variante der GmbH.
  • Aktiengesellschaft (AG): Die AG ist ebenfalls eine Kapitalgesellschaft, allerdings mit höheren finanziellen Anforderungen und strengeren Regelungen. Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschrĂ€nkt und das Mindeststammkapital muss 50.000 Euro erfassen.

Vergleich verschiedener Rechtsformen

Bei der Wahl der richtigen Rechtsform sollten verschiedene Faktoren wie Haftung, Finanzierung und Mitwirkung der Gesellschafter berĂŒcksichtigt werden. Um dir einen besseren Überblick zu geben, haben wir eine Vergleichstabelle erstellt, die die Unterschiede zwischen den einzelnen Rechtsformen aufzeigt.

Rechtsform Haftung Mindeststammkapital Organisationsstruktur
Einzelunternehmen UnbeschrÀnkt mit Privatvermögen - Einzelunternehmer trifft alle Entscheidungen
OHG UnbeschrĂ€nkt mit Privatvermögen aller Gesellschafter - Gesellschafterversammlung, GeschĂ€ftsfĂŒhrung durch Gesellschafter
KG KomplementĂ€r unbeschrĂ€nkt, Kommanditist beschrĂ€nkt - Gesellschafterversammlung, GeschĂ€ftsfĂŒhrung durch KomplementĂ€r
GmbH BeschrĂ€nkt auf Stammeinlage 25.000 Euro Gesellschafterversammlung, GeschĂ€ftsfĂŒhrung durch GeschĂ€ftsfĂŒhrer
UG BeschrĂ€nkt auf Stammeinlage 1 Euro Gesellschafterversammlung, GeschĂ€ftsfĂŒhrung durch GeschĂ€ftsfĂŒhrer
AG BeschrÀnkt auf Aktienkapital 50.000 Euro Hauptversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat

Fazit: Das Einzelunternehmen als Rechtsform – Chancen und Risiken

Das Einzelunternehmen genießt unter SelbststĂ€ndigen an großer Beliebtheit, nicht zuletzt aufgrund seiner unkomplizierten GrĂŒndung und geringen GrĂŒndungskosten. Jedoch ist diese Rechtsform auch mit einer unbeschrĂ€nkten Haftung fĂŒr den Inhaber verbunden und kann dem SolidaritĂ€tszuschlag unterliegen.

Fassen wir zusammen:

  • Haftung: Als Inhaber eines Einzelunternehmens haftet man unbeschrĂ€nkt mit dem persönlichen Vermögen fĂŒr sĂ€mtliche Verbindlichkeiten des GeschĂ€ftsbetriebs.
  • Vorteile: Attraktiv an dieser Rechtsform sind die einfache GrĂŒndung, die flexible Gewinnverwendung und eine vereinfachte BuchfĂŒhrung.
  • Nachteile: DemgegenĂŒber stehen die unbeschrĂ€nkte Haftung, die Pflicht zur Zahlung des SolidaritĂ€tszuschlags sowie die AbhĂ€ngigkeit des Erfolgs von den FĂ€higkeiten des Inhabers.

Die richtige Rechtsform fĂŒr das eigene Unternehmen ist ein entscheidender Faktor fĂŒr den geschĂ€ftlichen Erfolg. Daher sollte die Entscheidung fĂŒr oder gegen ein Einzelunternehmen sorgfĂ€ltig aufgrund der eigenen Ziele, der Risikobereitschaft und persönlichen Verantwortung getroffen werden.

FAQ

HĂ€ufig auftretende Fragen und ihre Antworten sind im Folgenden zusammengefasst.

Quellen:

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